Freitag, März 07, 2008
Chamrousse 08, siebter Tag
Nee, ist eigentlich gelogen. Da der siebte Tag mehr oder weniger nur aus stressigem Packen, stressiger Fahrt und stressigem Nach-Hause-kommen-und-gleich-wieder-in-die-Schule-gehen bestand, kommen hier noch ein paar schöne Panoramen


Donnerstag, März 06, 2008
Chamrousse 08, sechster Tag
Heute morgen ist Ausschlafen angesagt. Lediglich Daniela, die wie immer früh auf die Piste will, und Lars, der sich abends in der "Disco" mit einem Skilehrer zur Wettfahrt verabredet hatte, tanzen aus der Langschläferreihe.
Premiere: ich habe die Abfahrt tatsächlich ohne Sturz geschafft…naja…fast. Beim Abschnallen des Boards im Tal rutscht mir selbiges weg, verdreht auch mein Knie, wirft mich auf den Rücken und schliddert zu allem Überfluss auch noch gegen eine Skilehrerin.
Ergebnis: Meniskusprellung, Bänderdehnung, Blut und Wasser im Knie sowie eine Rechnung über 210 Euro für Diagnose, Röntgenbilder, Schiene und Medikamente.
Fahren aber trotzdem nach Grenoble, diesmal zum Géant-Supermarkt. Und wieder kaufen wir jede Menge lustiges Zeugs.
Für den Abend haben wir bereits Anfang der Woche bei unserer Steakorgie einen Tisch fürs Raclette bestellt.
Heute abend sind Janina und Daniela mit "Disco" dran. Im örtlichen Zappelschuppen ist "Aprés-Ski-Party" angekündigt, von außen sieht es eher nach Totentanz aus.
Sabrina und ich düsen noch mal los, um Bilder vom nächtlich erleuchteten Grenoble zu machen.
Morgen geht es wieder heimwärts…
Mittwoch, März 05, 2008
Chamrousse 08, fünfter Tag
Etwas später fahren Patrick und ich mit dem Bus nach Chamrousse 1650. Die Busfahrer sind übrigens – wohl auch wegen der Spikereifen – völlig schmerzfrei und überholen durchaus auch mal auf den Serpentinen.
Eigentlich wollen wir in 1650 Lebensmittel und Schuhe kaufen. Einen Supermarkt gibt es nicht und die Schuhe sind zu klein.
Während Janina, Sabrina, Nils und ich uns noch einige Longdrinks verpassen und über Familie diskutieren, verschwinden Patrick und Lars in Richtung "k-dox", der örtlichen Bar Schrägstrich Disco.
Bis jetzt sind sie noch nicht wieder da…
Dienstag, März 04, 2008
Chamrousse 08, vierter Tag
Mangels sinniger Alternativen fahren Janina, Sabrina und ich dann mit dem Rolltreppenlift auf den Hügel hoch – was sich als richtige Wahl entpuppt.
Ohne die lauernden Blicke eines Lehrers oder anderer Schüler funktioniert die Boarderei plötzlich besser denn je. Hinzu kommt noch perfektes Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen deutlich unter Null.
Nachdem wir per Board und eigenen Füßen die Abfahrt bis zu den Appartements gemeistert haben, schwingen wir uns in den Renault und fahren nach Chamrousse 1650 rüber. Postkarten kaufen, Schaufensterbummel und Kaffeetrinken.
Derweil testen Sabrina und ich den Pool. Schon lustig, bei deutlichen Minusgraden im 26° warmen Außenbecken zu schwimmen. Die Haare frieren einem sofort auf dem Kopf ein.
Ein äußerst unausgelastetes Franzosenpärchen knutscht sich im Pool eine geschlagene halbe Stunde lang aufs Heftigste ab, nur um danach in der Herrendusche weiterzumachen. Kaum sind die beiden weg, tobt eine Horde Halbwüchsiger durch das Becken. Als dann Sabrina noch mit einer "Wardrobe Malfunction" zu kämpfen hat, ergreifen wir die Flucht.
A propos "Garderobenmalheurchen": Auf dem Rückweg geben meine Schuhe endgültig auf. Wassereinbruch durch die Sohle. Vielleicht morgen noch mal nach 1650, Stiefel kaufen. Die waren um 55% runtergesetzt.
Zuhause gibts Jagertee und Nudeln. Danach ist auch schon wieder die Luft raus. Daniela, Nils und ich öden uns eine Dreiviertelstunde an, dann nennen wir das ganze einen Tag und beginnen gegen 20:00 Uhr mit den Vorbereitungen für die Nachtruhe.
Montag, März 03, 2008
Chamrousse 08, dritter Tag
Das reicht langsam. Beim Snowboard-Kurs verliere ich langsam den Anschluss. Vor allem der Schlepplift hat es auf mich abgesehen und spuckt mich zwei Mal wie einen abgenagten Knochen aus. Dabei haut es mich dermaßen aufs Steißbein, dass ich schon gebrochene Knochen fürchte.
Sabrina ist - wie schon halbwegs erwartet - den gesamten Vormittag nicht ansprechbar, Daniela dagegen hat keinen Deut ihrer Hibbeligkeit eingebüßt.
Als wir im Haus ankommen, sitzen Patrick und Janina bereits auf dem Balkon. Janina hat in einer spektakulären Aktion ihr Antlitz im Schnee verewigt und nun Beule und Kopfschmerzen. Beim Versuch, einen Eisbeutel aus dem Kühlschrank zu holen, haut Patrick sich den Schädel am Balkongeländer an und kann sich gleich danebensetzen.
Kurios: es gibt dort mindestens zehn verschiedene Sorten Fanta oder Coke und noch viel abstrusere Sachen wie Schweppes Kokosnuss – Nils und ich decken uns mit dem kranken Zeugs sofort ein.
Bei all dem wirren Überfluss gibt es im ganzen Einkaufszentrum keine einzige Zigarette zu kaufen. Auch Kochmischungen à la Maggi Fix haben in Frankreich einen schweren Stand und so müssen wir für das abendliche Wurstgulasch mit Reis improvisieren. Klappt ganz gut, auch wenn sich die Soßenpackung als Gemüsemischung entpuppt.
Sonntag, März 02, 2008
Chamrousse 08, zweiter Tag
Wie machen die Franzosen das bloß? Dieses Baguette sieht ganz normal aus, schmeckt aber um Welten besser als das, was man in Deutschland unter diesem Namen serviert bekommt. Da lohnt das frühe Aufstehen.
Dnanch folgt allerdings die kalte Ernüchterung. Snowboardfahren ist scheißschwer. Man steht mehr oder weniger angenagelt auf einem Brett, welches sich zudem auch noch fließend unter einem weg bewegt.
Beim Aufstehen nach dem ersten Sturz verdrehe ich mir auch gleich den Daumen. Die folgenden Versuche sind ebenfalls nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Ich bin froh, dass der Kurs nach knapp zwei Stunden vorbei ist.
Wir setzen uns in die Sonne und verärgern Daniela, weil sie eigentlich umsonst mit dem Auto dreimal um den Parkplatz gurkt, obwohl eigentlich gar keiner nach Hause will.
Nach der Mittagspause trollen sich die anderen wieder den Hügel hinauf, während Sabrina und ich weiterhin unsere Basisübungen machen. Langsam mache ich Fortschritte: es geht mehrfach ohne Sturz ab.
Nichtsdestotrotz sind wir am Ende des Tages alle klitschnass geschwitzt. Eigentlich hatte ich noch vor, nachmittags schwimmen zu gehen, aber ich bin einfach zu geschafft.
Ein bißchen rumgammeln auf dem Balkon und zum Abrunden zwei Gläser Licor 43 mit Milch.
Ab zum Centre Commercial und Schnitzel essen. Gibts aber nicht und so entscheiden wir uns einstimmig für Steak mit Pommes.
Mei, was für ein Fladen, serviert neben einem Berg Fritten auf einem veritablen Küchenbrett. Mehr als sättigend, die Nudeln von gestern wird wohl keiner mehr essen wollen.
Zuhause auf dem Balkon schwinden dagegen unsere Alkoholvorräte in rasender Geschwindigkeit. In Verbindung mit Danielas Aprés-Ski-CD (besondere Erwähnung hier: Das rote Pferd) sind wir schon lange vor Mitternacht das Ärgernis des Hauses. Der Unmut der Nachbarn gipfelt in einer (nach vorheriger Warnung:"Do you like water?") vom darüberliegenden Balkon gegossenen Schüssel Wasser. Am Ende sind alle mehr oder weniger ausgeschossen, die Zustände schwanken zwischen wilder Zappelei und beseelter Regungslosigkeit. Patricks Versuch, dem einen Riegel vorzuschieben, wird fassungslos aufgenommen.
Ich weiß noch nicht, wie ich morgen den Kurs bestreiten soll...
Dnanch folgt allerdings die kalte Ernüchterung. Snowboardfahren ist scheißschwer. Man steht mehr oder weniger angenagelt auf einem Brett, welches sich zudem auch noch fließend unter einem weg bewegt.
Beim Aufstehen nach dem ersten Sturz verdrehe ich mir auch gleich den Daumen. Die folgenden Versuche sind ebenfalls nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Ich bin froh, dass der Kurs nach knapp zwei Stunden vorbei ist.
Nach der Mittagspause trollen sich die anderen wieder den Hügel hinauf, während Sabrina und ich weiterhin unsere Basisübungen machen. Langsam mache ich Fortschritte: es geht mehrfach ohne Sturz ab.
Nichtsdestotrotz sind wir am Ende des Tages alle klitschnass geschwitzt. Eigentlich hatte ich noch vor, nachmittags schwimmen zu gehen, aber ich bin einfach zu geschafft.
Ein bißchen rumgammeln auf dem Balkon und zum Abrunden zwei Gläser Licor 43 mit Milch.
Ab zum Centre Commercial und Schnitzel essen. Gibts aber nicht und so entscheiden wir uns einstimmig für Steak mit Pommes.
Mei, was für ein Fladen, serviert neben einem Berg Fritten auf einem veritablen Küchenbrett. Mehr als sättigend, die Nudeln von gestern wird wohl keiner mehr essen wollen.
Ich weiß noch nicht, wie ich morgen den Kurs bestreiten soll...
Samstag, März 01, 2008
Chamrousse 08, erster Tag
Sonderbar ausgestattetes Auto, dass sich überraschend gut fahren lässt. Um die 10 Liter Verbrauch, aber auch sehr französisch.
Um die Tour zu erleichtern, hat Patrick auch noch ein DVD-System organisiert. Die Umsetzung hakt aber an der unzureichenden Tonversorgung. Für fünf Leute sind es definitiv zu wenig Kopfhörerbuchsen.
Die Fahrt quer durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich verlief vom nervenden Dauerregen abgesehen ereignisfrei.
Als wir dann aber nach einer abschließenden Serpentinenfahrt müde und abgekämpft in die Anmeldung schlurfen, eröffnet uns der bilderbuchhafte Fussel von einem Snowboarder, dass die Appartements erst ab 16:00 Uhr bezugsfähig seien. Es ist gerade mal 10:00 Uhr!
Ein halbherziger Spaziergang durch das verregnete Chamrousse trägt dank halsabschneiderischer Preise und arg tauenden Schnees noch zur allgemeinen Entmutigung bei.
Grenoble ist nicht wirklich hübsch, aber architektonisch interessant und zudem verkehrstechnisch sehr verworren. Als Sabrina aus dem Chaos hinaus gefunden und die Serpentinen ein weiteres Mal bewältigt hat, ist sie vollkommen mit den Nerven am Ende.
Fussel hat mittlerweile die Wohnungen freigegeben und nach einem männlich-sportlich riechenden Flur finden wir uns in erstaulich gemütlichen Appartements mit einem hinreißenden Bergblick wieder.
Direkt nebenan können wir auch unsere Ski- bzw. Snowboardausrüstungen in Empfang nehmen. Janina und Daniela sind schneller auf der Piste, als man nur ansatzweise den Koffer öffnen kann und auch Lars und Patrick organisieren sich Schlitten und hämmern die Hauspiste hinab. Auch Nils hält es nicht mehr und das neue Board wird eingeweiht.
Nach dem Essen verschwinden unsere Raucher für mehrere Zigaretten auf den Balkon, während Patrick die Spülmaschine in Ermangelung von Tabs mit Spüli füttert.
Lustiges Ergebnis: Maschine läuft aus und ist bis obenhin mit Schaum gefüllt.
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