Geburtstag! Kirstens Geburtstag! Auf dem Frühstückstisch stand auch gleich eine nette Karte (für Frau Gerolstein - da hat jemand offenbar den Tisch verwechselt), es gab eine kleine Torte (siehe später) und auf mein Anraten auch noch ein Glas Sekt (für das mir dann direkt wenig diskret die Rechnung vorgelegt wurde).
Dann flinken Fußes wieder zur Gläsernen Manufaktur, eine Probefahrt mit dem Golf blue-e-motion machen. Wirklich faszinierend - (fast) völlig geräuschlos kräftiger Antritt von unten heraus, keine direkt erkennnbaren Zugeständnisse an die Antriebstechnik. Wenn Elektromobilität so rüberkommt und zudem bezahlbar wird: Feuer frei.
Und elektromobil geht es gleich weiter: Tageskarte für die Straßenbahn gelöst und zu Pfund's Molkerei geklappert. Ja, nett, schön bunt ... aber im ganzen Laden roch es dermaßen nach saurer Milch, dass es einem den ganzen Tag in der Nase bleibt.
Wieder in die Straßenbahn: Grünes Gewölbe. Jede Menge prunkvollstes Deko-Geschirr in kontrollierte Atmosphäre und mit reizarmem Audioguide unterlegt. Mein Respekt für die handwerkliche Ausführung der zahllosen Bernstein-, Elfenbein- und Bergkristallstücke, aber letzendlich ist das trotz allem sinnfreier, überbordender Protz und unterscheidet sich nur von einer MTV-produzierten Gangsta-Rapper-Garagenbesichtigung dadurch, dass dessen Autos wenigstens fahren.
Noch ein Abstecher in die Hofkirche (Oh! Ah!) und dann mit wehen Füßen (Uh! Ah!) via Altmarkt-Galerie (*shop*) langsam Richtung Hotel gestolpert.
Die morgens kaltgestellte Torte aufs Zimmer bringen lassen ("Tut mir leid, ich darf Ihnen kein Messer aufs Zimmer bringen."), dann in feinen Zwirn geworfen, noch einen kleinen Cocktail an der Bar und wieder in die Straßenbahn.
Die Semperoper ist wirklich beeindruckend ... und ich muss einfach sagen, dass es in diesem Umfeld eigentlich nichts besseres für einen ansprechenden Eindruck gibt als ein Musical. Denn hier stimmen noch die Kostüme und die Bühnenbilder. Keine abstrakt reduzierten Kulissen, keine krampfhafte Modernisierung des Stoffes.
Als wir aus der Oper kommen, ist es schon fast dunkel. Perfekt, um noch einige stimmunsgvolle Aufnahmen des Elbufers zu machen und noch auf eine Kleinigkeit in einer Tapas-Bar einzukehren.
Morgen geht es schon wieder heimwärts...
Freitag, Juli 13, 2012
Mittwoch, Juli 11, 2012
Dresden 2012, zweiter Tag
Und wieder klingelt der Wecker um acht. Nach einen überaus reichlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Elbe. Schließlich wollen wir heute mit einem der schmucken Elbdampfer nach Pillnitz fahren. Doch als wir am Anleger ankommen, ändern wir kurzerhand den Plan. Das Hotel hat nämlich angerufen, dass die eigentlich für Freitag Morgen angedachte Führung durch die Gläserne Manufaktur leider ausgebucht sei, man uns aber für 12 Uhr heute noch einschieben könnte. Also wieder zurückstiefeln und zugucken, wie man hier den Phateon zusammendübelt.
Mit diesem neu erworbenen Wissen sieht man die niedrigen Preise des VW-Flaggschiffs auf dem Gebrauchtmarkt vollkommen anders an. Der Anteil an Handarbeit und Individualität bei der Produktion ist wahrscheinlich in dieser Klasse tatsächlich einzigartig.
Einzigartig ist wohl auch die Marktverteilung: 60 % der Neufahrzeuge gehen mittlerweile nach China, 35 % nach Deutschland und für den Rest der Welt fallen die übrigen 5 % ab.
Kurz vorm Gehen buchen wir noch kurzentschlossen für Morgen eine Probefahrt mit dem Elektro-Golf. Bin sehr gespannt auf Auto-Scooter-Fahren.
Uuund wieder geht es Richtung Elbe. Um 14 Uhr legt die "Dresden" gen Pillnitz ab ... und das mit sehr beschaulicher Geschwindigkeit. Vorbei an den kleinen Elbschlösschen, an der Waldschlösschen-Brücke, dem Blauen Wunder und dem gruseligen Krematorium des Tolkewitzer Urnenhains.
In Pillnitz parkt der Kapitän den schwerfälligen Dampfer wirklich virtuos rückwärts am Anleger ein und wir erkunden den Schlosspark. Mein Lieblingselement des Gartens ist definitiv der Aha-Graben, der auch gerne "Ha-Ha" genannt wird. Es handelt sich dabei um einen diskret angelegten Graben, der Getier und andere Störenfriede außerhalb des Gartens hält, ohne dabei so in den Vordergrund zu treten wie ein Zaun oder eine Mauer. Der Name ist dabei wirklich Programm, weil man den "Ha-Ha" oftmals erst erkennt, wenn es schon zu spät ist.
Um 18 Uhr gehen wir wieder an Bord, diesmal ist es die "Leipzig", die uns zurück nach Dresden bringt. Da wir diesmal mit dem Strom fahren, sind wir deutlich schneller. Kommt uns ganz gut zupass, denn wir sind schon ziemlich müde.
In Dresden stöbern wir noch nach etwas zu Essen. Eigentlich wollten wir in den "Pulverturm", aber die "Eventgastronomie" findet hauptsächlich drinnen statt und da ist es bei dem Wetter einfach zu warm.
Schräg gegenüber der Kirche landen wir letztlich im Ontario Steakhouse. Nach dem Essen sind wir sogar noch kurzzeitig gestärkt genug, um noch kurz an Semperoper und Zwinger vorbei zu schlendern.
Letzter Akt: noch zurück zum Hotel schleppen. Doch an der Rezeption darf ich vorher noch die kurzfristig ergatterten Karten für die morgige Vorstellung in der Semperoper abholen...
Mit diesem neu erworbenen Wissen sieht man die niedrigen Preise des VW-Flaggschiffs auf dem Gebrauchtmarkt vollkommen anders an. Der Anteil an Handarbeit und Individualität bei der Produktion ist wahrscheinlich in dieser Klasse tatsächlich einzigartig.
Einzigartig ist wohl auch die Marktverteilung: 60 % der Neufahrzeuge gehen mittlerweile nach China, 35 % nach Deutschland und für den Rest der Welt fallen die übrigen 5 % ab.
Kurz vorm Gehen buchen wir noch kurzentschlossen für Morgen eine Probefahrt mit dem Elektro-Golf. Bin sehr gespannt auf Auto-Scooter-Fahren.
Uuund wieder geht es Richtung Elbe. Um 14 Uhr legt die "Dresden" gen Pillnitz ab ... und das mit sehr beschaulicher Geschwindigkeit. Vorbei an den kleinen Elbschlösschen, an der Waldschlösschen-Brücke, dem Blauen Wunder und dem gruseligen Krematorium des Tolkewitzer Urnenhains.
In Pillnitz parkt der Kapitän den schwerfälligen Dampfer wirklich virtuos rückwärts am Anleger ein und wir erkunden den Schlosspark. Mein Lieblingselement des Gartens ist definitiv der Aha-Graben, der auch gerne "Ha-Ha" genannt wird. Es handelt sich dabei um einen diskret angelegten Graben, der Getier und andere Störenfriede außerhalb des Gartens hält, ohne dabei so in den Vordergrund zu treten wie ein Zaun oder eine Mauer. Der Name ist dabei wirklich Programm, weil man den "Ha-Ha" oftmals erst erkennt, wenn es schon zu spät ist.
Um 18 Uhr gehen wir wieder an Bord, diesmal ist es die "Leipzig", die uns zurück nach Dresden bringt. Da wir diesmal mit dem Strom fahren, sind wir deutlich schneller. Kommt uns ganz gut zupass, denn wir sind schon ziemlich müde.
In Dresden stöbern wir noch nach etwas zu Essen. Eigentlich wollten wir in den "Pulverturm", aber die "Eventgastronomie" findet hauptsächlich drinnen statt und da ist es bei dem Wetter einfach zu warm.
Schräg gegenüber der Kirche landen wir letztlich im Ontario Steakhouse. Nach dem Essen sind wir sogar noch kurzzeitig gestärkt genug, um noch kurz an Semperoper und Zwinger vorbei zu schlendern.
Letzter Akt: noch zurück zum Hotel schleppen. Doch an der Rezeption darf ich vorher noch die kurzfristig ergatterten Karten für die morgige Vorstellung in der Semperoper abholen...
Dienstag, Juli 10, 2012
Dtresden 2012, erster Tag
Kurz vor
acht Uhr ... das Abenteuer Osten kann beginnen. Auto vollgepackt und auf die
A20. Abgesehen von einigen Navi-Unstimmigkeiten keine besonderen Vorkommnisse
bis Berlin. Da wir uns jedoch wie fast immer im Urlaub entschlossen haben, bei
Ikea frühzustücken, müssen wir in diesen Hauptstadtmoloch auch noch hinein.
Abgesehen davon, dass mir Berlin so vorkommt, als wäre ich im Ausland (die
italienischen Verkehrsverhältnisse helfen da sicher), ist es mit dieser Stadt
auch wie mit Tomaten: Alle lieben es, ich hasse es und alle paar Jahre gebe ich
ihm eine neue Chance, nur um dann festzustellen: Buärks!!
Wenn man erstmal bis (und durch) Berlin gekommen ist, hat man nur noch ein paar Kilometer langweiligster Autobahnen durch die ostdeutsche Tiefebene vor sich und schon ist man in Dresden.
Das
Elbflorenz ist grüner und größer als man denkt. Und schon beim ersten
Verkehrsschild die bange Frage: "glücksgas (sic!) Stadion? Gibt's das
schon länger?"
Unser
Hotel liegt quasi direkt gegenüber der Gläsernen Manufaktur von VW und bis zur
Frauenkirche und zur Elbe sind es nur ein paar Fußminuten. Auto in die
Tiefgarage gestellt und gleich losgestiefelt. Neumarkt, Frauenkirche ... in die
Frauenkirche ... auf die Frauenkirche ... Eispause ... Führung durch die
Frauenkirche ... Abendessen beim Italiener gegenüber der Frauenkirche.
Es ist wirklich beeindruckend, wie man in jahrzehntelanger Kleinarbeit aus dem buchstäblichen Trümmerhaufen dieses beeindruckende (1600 Sitzplätze!) Gotteshaus wieder zusammengepuzzelt hat. Und der Blick von der Kuppel entschädigt für die Schnappatmung und den einen oder anderen Schweißtropfen.
Ein leckeres Mahl beim Italiener rundet den Abend ab, obwohl mich das abschließende "Ciao, Mr. Wolverine!" des Wirtes drüber nachdenken lässt, vielleicht doch mal wieder einen Friseurtermin zu machen.
Donnerstag, Januar 05, 2012
Sylt 2011/2012, zehnter Tag
Nach dem Sturm am Dienstag kam tatsächlich am Mittwoch-Morgen die Sonne heraus, als wir zum Strönholt zum Frühstücken gingen. Die Insel ist jetzt so leer, dass außer uns doch glatt noch ein anderer Tisch besetzt war. Frühstück war wie immer lecker und reichlich - und letztendlich sogar günstiger als bei Lund.
Anschließend ein kleiner Verdauungsspaziergang am Hafen entlang. Die Sonne war nun schon so gleißend, dass der Strandsand wie Schnee leuchtete.
Gegen Nachmittag frischte der Wind dann allerdings schon wieder auf und hatte sich bei Einbruch der Dunkelheit zu den ersten Ausläufern von Sturmtief "Andrea" gemausert. Wir waren derweil in Westerland auf der Suche nach etwas Essbarem. Eigentlich wollten wir ins Sensai, doch das hat ausgerechnet diese Woche wegen Urlaubs geschlossen. Hm...anderer Chinese? Nö. Twisters? Tapas? Nee, irgendwie auch nicht. Dalmatien? Hm, klingt gar nicht schlecht. Als wir den Balkan-Laden betraten, war die vordere Wirtsstube voll und wir durften im Nebenraum sitzen...nicht sonderlich gemütlich. Wir waren schon kurz davor, diesen unverrichteter Dinge wieder zu verlassen, als der Kellner uns einen freigewordenen Platz vorne anbot. Glück gehabt. Essen lecker, Sauce scharf, Flecken auf Hemd farbecht...
Hinterher dann ins Kino, Sherlock Holmes 2. Sehr feines Kino, IMHO besser als der erste Teil.
Wieder in der Wohnung wollte ich das Licht im Wohnzimmer einschalten...ätsch. Hatte ich wohl beim Wii-Tischtennis einmal zu weit ausgeholt und die Lampe gestreift...
Heute wieder ausgewachsener Sturm. Es heult und pfeift wirklich beunruhigend um die Häuser, die Bahn hat erneut den Autotransport eingestellt. Und jedesmal, wenn man das Haus verlassen will, kommt ein Regenschauer dazwischen. Auf dem Weg nach Westerland (neues Leuchtmittel kaufen) versuchen wir, den Beobachtungspunkt zwischen Hörnum und Rantum zu erklimmen, müssen aber kurz vor dem Ziel umkehren, da der Wind die Gischt und den Sand derart ins Gesicht peitschen, dass man es mit Angst zu tun bekommt.
Auch Autotüren sollte man nicht unachtsam öffnen - entweder sie werden einem aus der Hand gerissen oder sie kommen einem gleich wieder entgegen.
Wenigstens bekommt man bei Gosch in der alten Bootshalle jetzt problemlos einen Platz.
Nach einem äußerst leckeren Teller Scampi-Spaghetti einen Blick in den Hafen geworfen. Das Wasser steht (auch in Hörnum) nur noch eine Handbreit unter der Molenkante.
Und den Weihnachtsmann am Piratennest hat's dahingerafft...
Und morgen geht's schon wieder zurück...
Dienstag, Januar 03, 2012
Sylt 2011/2012, achter Tag
Heidewitzka, was für ein Sturm! Seit heute früh geht der Regen waagerecht.
Gegen Nachmittag ließ der Regen kurzzeitig nach, also versuchten wir, im Südkap ein paar leckere Waffeln zu kommen.
Pustekuchen. An Neujahr war der Laden noch geöffnet, heute standen wir vor verschlossener Tür.
Passend dazu setzte in diesem Moment der Regen wieder ein. Möglichst im Windschatten traten wir den Heimweg an, kehrten aber noch kurz bei Edeka ein, Zutaten für hausgemachte Crêpes abgreifen.
Sind auch viel leckerer.
Mittlerweile nimmt der Sturm wieder zu, seit heute morgen fährt der Autozug schon nicht mehr, die Fähre fährt dafür Sonderschichten.
Gegen Nachmittag ließ der Regen kurzzeitig nach, also versuchten wir, im Südkap ein paar leckere Waffeln zu kommen.
Pustekuchen. An Neujahr war der Laden noch geöffnet, heute standen wir vor verschlossener Tür.
Passend dazu setzte in diesem Moment der Regen wieder ein. Möglichst im Windschatten traten wir den Heimweg an, kehrten aber noch kurz bei Edeka ein, Zutaten für hausgemachte Crêpes abgreifen.
Sind auch viel leckerer.
Mittlerweile nimmt der Sturm wieder zu, seit heute morgen fährt der Autozug schon nicht mehr, die Fähre fährt dafür Sonderschichten.
Montag, Januar 02, 2012
Sylt 2011/2012, siebter Tag
Hurra, die Sonne scheint!
Morsumer Kliff: Roter Sand, frischer Wind!
(Hier sollten eigentlich Fotos sein, aber dank der schneckigen Modem-Anbindung [Danke, Ihr Congstar-Affen] hat's die Bilder irgendwo ins Nirvana geschossen)
Hinterher haben wir dann mal versucht, die gesammelten Behältnisse aus dem Keller beim Getränkemarkt abzugeben...beim (geschätzt) 5 Jahre alten Bad Driburger PET-Kasten hatten wir allerdings kein Glück. Dieses sonderbare Flaschenformat habe ich auch noch nirgendwo sonst gesehen. Aber das war noch nicht alles. Wir sind gar auf eine Flasche Wasser aus der Zeit vor dem Einwegpfand gestoßen...
Morsumer Kliff: Roter Sand, frischer Wind!
(Hier sollten eigentlich Fotos sein, aber dank der schneckigen Modem-Anbindung [Danke, Ihr Congstar-Affen] hat's die Bilder irgendwo ins Nirvana geschossen)
Hinterher haben wir dann mal versucht, die gesammelten Behältnisse aus dem Keller beim Getränkemarkt abzugeben...beim (geschätzt) 5 Jahre alten Bad Driburger PET-Kasten hatten wir allerdings kein Glück. Dieses sonderbare Flaschenformat habe ich auch noch nirgendwo sonst gesehen. Aber das war noch nicht alles. Wir sind gar auf eine Flasche Wasser aus der Zeit vor dem Einwegpfand gestoßen...
Sonntag, Januar 01, 2012
Sylt 2011/2012, sechster Tag
Frohes neues Jahr!
Am Samstagmorgen sind wir ausnahmsweise mal früh aufgestanden, um die Frühstückstauglichkeit des Café Lund auszutesten.
Ja, doch, geht sehr gut. Lecker frische Brötchen, ausreichend Aufschnitt und Marmelade...und das ganze zu annehmbaren Preisen. Das Geld holen sie dann allerdings bei Kaffee & Tee wieder rein.
Beim Schuhladen waren wir noch gar nicht. Also dies mal schnell nachgeholt. Neben einem leckeren Becher Glühwein für mich hat Kirsten dann auch prompt ein Paar schicker Stiefel (mit Feinanpassung) gefunden.
Eine andere Kundin schwärmte derweil von Silvester in Wenningstedt, es wäre da bei weitem nicht so überlaufen und kopflos wie in Westerland. Na, das müssen wir wohl mal (nach dem leicht sparsamen Silvester im letzten Jahr in Rantum) ausprobieren.
Und in der Tat. Kummer gewohnt, parken wir in ausreichender Entfernung zum Wenningstedter Strand, um dann festzustellen, dass wir auch deutlich näher dran noch mehr als genug Platz hätten finden können.
Es geht aber auch nicht wirklich viel ab. Man steht oben an der Promenade, guckt auf den mehrere Meter tiefer liegenden Strand, an dem einige wenige Leutchen Raketen und Leuchtkugeln steigen lassen. Zwölf Uhr, Prost Neujahr, ok, zurück zum Auto...
Heute morgen dann extrem lange ausgeschlafen. Muss ja auch mal sein. Gemächliches Frühstück, rumschlumpfen. Am Nachmittag packt mich dann mal wieder der Ehrgeiz. Der alljährliche Neujahrsspaziergang um die Südspitze steht an.
Noch spielt das Wetter mit, doch je näher ich der Südspitze komme, umso nebliger wird es. Auch die anderen Strandbesucher verschwinden langsam, so dass man plötzlich ganz alleine in der rauschenden Natur steht.
Am Scheitelpunkt beginnt es dann auch noch, dunkel zu werden. Der Wind auf der Ostseite ist deutlich geringer, mit äußerst beruhigendem Plätschern spült das dunkle Wasser an den Strand. Und früher als erwartet tauchen aus dem Nebel die Lichter des Hafens auf. Kaum bin ich auf Höhe des "Südkap", verzieht sich der Dunst.
Eine Frau kreuzt vor mir die Strandpromenade...Moment mal, war das ein Bademantel?...tatsächlich. Im Halbdunkel läuft die augenscheinlich ältere Dame den Strand hinab und taucht in die kalten Fluten. Die Infosäule am Strand verheißt eine Wassertemperatur von 5 °C. Leute gibt's...
In der Wohnung gibt es dann erstmal einen heißen Kaffee. Und dann wird die Wii aufgebaut...haben ja schließlich schon lange kein Bowling-Match mehr ausgefochten.
Freitag, Dezember 30, 2011
Sylt 2011/2012, vierter Tag
Vormittags wieder Regen. Man könnte denken, die Insel hätte etwas gegen uns.
Wenn sich nicht kurz nach dem Einkauf der Himmel doch noch aufgeklart hätte, wäre ratzfatz die Wii aufgebaut worden. So aber konnten wir dann die Beine in Keitum vertreten. Das Schwimmbad (oder das, was mal ein Schwimmbad werden sollte) steht immer noch an bester Adresse, aber schräg gegenüber wurde eine Menge Gehölz für ein neues Hotel weggeschlagen.
Der Wind geht immer noch mächtig, wie man sieht:
Wenn sich nicht kurz nach dem Einkauf der Himmel doch noch aufgeklart hätte, wäre ratzfatz die Wii aufgebaut worden. So aber konnten wir dann die Beine in Keitum vertreten. Das Schwimmbad (oder das, was mal ein Schwimmbad werden sollte) steht immer noch an bester Adresse, aber schräg gegenüber wurde eine Menge Gehölz für ein neues Hotel weggeschlagen.
Der Wind geht immer noch mächtig, wie man sieht:
Donnerstag, Dezember 29, 2011
Mittwoch, Dezember 28, 2011
Sylt 2011/2012, zweiter Tag
Elendes Pack. Ich bin vor einiger Zeit zu Congstar gewechselt, weil mich das löcherige O2-Netz genervt hat und es bei Congstar neben dem durchaus guten Telekom-Netz auch eine SMS-Flatrate zu einem anständigen Preis gabe. Auch Tethering ist ausdrücklich erlaubt.
Den Haken habe ich allerdings jetzt erst auf Sylt herausgefunden. Denn obwohl Congstar das Tethering explizit gestattet, funktioniert es beim iPhone nicht, da man ja leider das iPhone nicht im Programm hat und deshalb dort keinen Support leisten kann. Den Schwarzen Peter in dieser Hinsicht schieben sich dann Apple, die Telekom und Congstar (eine Telekom-Tochter wohlgemerkt) gegenseitig zu.
Im Congstar-Forum geben sich die Supporteure ahnungslos und ermuntern iPhone-Nutzer, ihre Lösungen zu posten. Google hilft nicht sonderlich weiter.
Und schon bin ich wieder auf der Suche nach einem gescheiten Provider...
Hier auf der Insel geht das Wetter ziemlich auf den Keks. Seit gestern (schon inklusive Anfahrt) Sprühregen. Der Wind geht auch ziemlich, aber das ist normalerweise kein Problem. Nur eben bei diesem fiesen, in alle Ritzen kriechenden Sprühregen mag man das Haus gar nicht verlassen.
Gestern nach der Ankunft gings erst mal zum Essen. Da das Sensai leider geschlossen hat (hoffentlich nur saisonal), sind wir mal ins Hendlhouse gegangen (ehemals Wienerwald). Tja...von der Idee her nicht schlecht, nur leider war das Essen über die Maßen hin fettig, der (einzige) Kellner überfordert und alles dafür doch etwas teuer.
In der Wohnung hatte der Vormieter dann auch noch die Heizung fein säuberlich in allen Räumen auf 5 °C runtergeregelt, damit die telefonische Steuerung auch garantiert keine Chance hat.
Heute morgen fleißig ausgeschlafen, bis es zu spät war, irgendwo noch frühstücken gehen zu können. Es wurde sowieso den ganzen Tag über nicht richtig hell. Nachmittags sind wir dann zum Shopping nach Westerland, haben uns da aber nach kurzer Zeit vom ekligen Sprühregen wieder zurück zum Auto treiben lassen. Also nur kurzer Lebensmitteleinkauf bei Famila und dann retour in die behagliche Wärme der Wohnung (ja, mittlerweile wieder aufgeheizt).
Dort dann die oben beschriebene Tethering-Problematik festgestellt. Wie soll ich denn nun Bücher für den Kindle auf selbigen übertragen? Ich kann die zwar übers iPhone kaufen, aber nicht auf das famose Lesegerät schieben. First-World-Problems halt...
Update: Es geht. Buch über Modem-Verbindung *schnarch* auf den Laptop ziehen und dann über USB an den Kindle schicken.
Den Haken habe ich allerdings jetzt erst auf Sylt herausgefunden. Denn obwohl Congstar das Tethering explizit gestattet, funktioniert es beim iPhone nicht, da man ja leider das iPhone nicht im Programm hat und deshalb dort keinen Support leisten kann. Den Schwarzen Peter in dieser Hinsicht schieben sich dann Apple, die Telekom und Congstar (eine Telekom-Tochter wohlgemerkt) gegenseitig zu.
Im Congstar-Forum geben sich die Supporteure ahnungslos und ermuntern iPhone-Nutzer, ihre Lösungen zu posten. Google hilft nicht sonderlich weiter.
Und schon bin ich wieder auf der Suche nach einem gescheiten Provider...
Hier auf der Insel geht das Wetter ziemlich auf den Keks. Seit gestern (schon inklusive Anfahrt) Sprühregen. Der Wind geht auch ziemlich, aber das ist normalerweise kein Problem. Nur eben bei diesem fiesen, in alle Ritzen kriechenden Sprühregen mag man das Haus gar nicht verlassen.
Gestern nach der Ankunft gings erst mal zum Essen. Da das Sensai leider geschlossen hat (hoffentlich nur saisonal), sind wir mal ins Hendlhouse gegangen (ehemals Wienerwald). Tja...von der Idee her nicht schlecht, nur leider war das Essen über die Maßen hin fettig, der (einzige) Kellner überfordert und alles dafür doch etwas teuer.
In der Wohnung hatte der Vormieter dann auch noch die Heizung fein säuberlich in allen Räumen auf 5 °C runtergeregelt, damit die telefonische Steuerung auch garantiert keine Chance hat.
Heute morgen fleißig ausgeschlafen, bis es zu spät war, irgendwo noch frühstücken gehen zu können. Es wurde sowieso den ganzen Tag über nicht richtig hell. Nachmittags sind wir dann zum Shopping nach Westerland, haben uns da aber nach kurzer Zeit vom ekligen Sprühregen wieder zurück zum Auto treiben lassen. Also nur kurzer Lebensmitteleinkauf bei Famila und dann retour in die behagliche Wärme der Wohnung (ja, mittlerweile wieder aufgeheizt).
Dort dann die oben beschriebene Tethering-Problematik festgestellt. Wie soll ich denn nun Bücher für den Kindle auf selbigen übertragen? Ich kann die zwar übers iPhone kaufen, aber nicht auf das famose Lesegerät schieben. First-World-Problems halt...
Update: Es geht. Buch über Modem-Verbindung *schnarch* auf den Laptop ziehen und dann über USB an den Kindle schicken.
Donnerstag, August 11, 2011
Sylt 2011, sechster Tag
Es ist wirklich frustrierend. Heute morgen regnet es wieder in Strömen. Als wir im Auto nach List sitzen, sind wir bereits patschenass. Um 6 Uhr klingelte der Wecker, um 8 fahren wir los. Sehr befreiend, so früh unterwegs zu sein. Die Straßen sind komplett leer, man kommt ohne Hast innerhalb einer halben Stunde von Hörnum nach List.
In List stehen auf dem ansonsten übervollen Parkplatz nur eine Handvoll Autos, der Platz vor der Tonnenhalle ist menschenleer. Der Weg quer durch den Hafen zum Fährbüro durchnässt uns dann komplett.
Nach einer halben Stunde schiebt sich die SyltExpress an den Anleger, außer uns sind nur vier Fußgänger, aber mindestens 20 Autos und 10 LKW an Bord. Die Beladung scheint sich schwierig zu gestalten, wir legen erst mit zwanzig Minuten Verspätung ab. Mit einer Tasse heißer Schokolade hangeln wir uns über die vierzigminütige Überfahrt. Zum Glück ist mit einer Echtzeit-Kartendarstellung für Kurzweil gesorgt.
In Havneby ist das erste, was ich nach dem Öffnen der Bugklappe erblicke, Thomas' BMW. Wieder durch den Regen hetzen, schnell ins Auto hechten, Tür zu.
Thomas und Denise geben uns eine kleine geführte Tour über die Insel. Nicht wirklich groß, innerhalb einer halben Stunde sind wir kreuz und quer herumgekommen. Ab zum Haus.
Das typisch dänische Holzhäuschen liegt mitten in einem kleinen Kiefernwäldchen, jeweils in komfortabler Entfernung zu den Nachbarn. Nur die Mücken sind rundum und reichlich vorhanden.
Da das "gute" Wetter sämtliche aushäusigen Aktivitäten wirksam unterbindet, gucken wir Fotos, reden viel dummes Zeug, versuchen mehrfach, den Ofen in Gang zu bringen (letztendlich liegt's am feuchten Holz) und feuern dann den Grill an. Eine fein abgestimmte Mischung aus Holzkohle und Briketts sorgt für schnellen und gleichzeitig langanhaltenden Grillgenuss. Für die entsprechende flüssige Untermalung sorgt gedostes Heineken.
Vollgeplauzt bis zum Gehtnichtmehr müssen wir leider schon wieder viel zu früh den Rückweg antreten. An der Fähre liefern wir eine klassiche Komödienszene ab: Im Glauben, die Fähre legte gleich ab, sputen wir uns extrem, hasten über die Gangway und lassen uns geschafft in die Sessel fallen, um dann festzustellen, dass die Fähre gerade erst angelegt hat und jetzt erst gemächlich die Autos verladen werden.
Zurück auf der "richtigen" Insel schlurfen wir noch ermattet und zombiegleich durch den Supermarkt (letzte Einkäufe für die Oma) und fallen dann auf die Couch.
Und wieder einmal ärgert uns die Netz-Anbindung. Ein Speedtest offenbart, dass wir hier gerade mal so mit ISDN-Geschwindigkeit herumkrauchen. Zeit für den Wechsel.
In List stehen auf dem ansonsten übervollen Parkplatz nur eine Handvoll Autos, der Platz vor der Tonnenhalle ist menschenleer. Der Weg quer durch den Hafen zum Fährbüro durchnässt uns dann komplett.
Nach einer halben Stunde schiebt sich die SyltExpress an den Anleger, außer uns sind nur vier Fußgänger, aber mindestens 20 Autos und 10 LKW an Bord. Die Beladung scheint sich schwierig zu gestalten, wir legen erst mit zwanzig Minuten Verspätung ab. Mit einer Tasse heißer Schokolade hangeln wir uns über die vierzigminütige Überfahrt. Zum Glück ist mit einer Echtzeit-Kartendarstellung für Kurzweil gesorgt.
In Havneby ist das erste, was ich nach dem Öffnen der Bugklappe erblicke, Thomas' BMW. Wieder durch den Regen hetzen, schnell ins Auto hechten, Tür zu.
Thomas und Denise geben uns eine kleine geführte Tour über die Insel. Nicht wirklich groß, innerhalb einer halben Stunde sind wir kreuz und quer herumgekommen. Ab zum Haus.
Das typisch dänische Holzhäuschen liegt mitten in einem kleinen Kiefernwäldchen, jeweils in komfortabler Entfernung zu den Nachbarn. Nur die Mücken sind rundum und reichlich vorhanden.
Da das "gute" Wetter sämtliche aushäusigen Aktivitäten wirksam unterbindet, gucken wir Fotos, reden viel dummes Zeug, versuchen mehrfach, den Ofen in Gang zu bringen (letztendlich liegt's am feuchten Holz) und feuern dann den Grill an. Eine fein abgestimmte Mischung aus Holzkohle und Briketts sorgt für schnellen und gleichzeitig langanhaltenden Grillgenuss. Für die entsprechende flüssige Untermalung sorgt gedostes Heineken.
Zurück auf der "richtigen" Insel schlurfen wir noch ermattet und zombiegleich durch den Supermarkt (letzte Einkäufe für die Oma) und fallen dann auf die Couch.
Und wieder einmal ärgert uns die Netz-Anbindung. Ein Speedtest offenbart, dass wir hier gerade mal so mit ISDN-Geschwindigkeit herumkrauchen. Zeit für den Wechsel.
Mittwoch, August 10, 2011
Sylt 2011, fünfter Tag
Herrschaftszeiten, hört dieses Schietwetter denn niemals auf? Huete morgen zum Brötchenholen war es noch einigermaßen trocken, aber kaum bin ich wieder in der Wohnung, schüttet es schon wieder. Und hat bis jetzt nicht aufgehört.
Hätten wir nicht ohnehin einkaufen müssen, wären wir wohl komplett im Bett geblieben. Aber wat mutt, dat mutt. Und wieder mal typisch: Kirsten sucht Schuhe, ich finde welche. Dunkelbraune Bugatti (ich weiß: No brown in town after six), die wie angegossen sitzen und auch sehr schön zu Jeans passen. Eigentlich wollten wir dann noch ins Café Wien, ein Stück Kuchen vertilgen, aber Dreckswetter und allgemeine Überfüllung lassen uns umdenken. Und als wäre das nicht schon nervig genug, wird der Regen noch stärker. Am Auto bin ich nass bis auf die Haut, Kirsten hat ja ihre schöne neue Regenjacke. Der Frust sorgt für allgemeinen Missmut, bei Aldi müssen die Leute aufpassen, uns nicht in die Quere zu kommen. Beim Ergänzungseinkauf bei Sky hat sich die Stimmung schon ein wenig wieder aufgehellt. Eingekauft wird nicht nur für heute Abend, sondern auch für morgen, wenn wir mit Thomas und Denise in Dänemark grillen wollen.
Hoffen wir mal, dass dann das Wetter besser ist...der Wetterbericht verheißt erstmal nix gutes...
Hätten wir nicht ohnehin einkaufen müssen, wären wir wohl komplett im Bett geblieben. Aber wat mutt, dat mutt. Und wieder mal typisch: Kirsten sucht Schuhe, ich finde welche. Dunkelbraune Bugatti (ich weiß: No brown in town after six), die wie angegossen sitzen und auch sehr schön zu Jeans passen. Eigentlich wollten wir dann noch ins Café Wien, ein Stück Kuchen vertilgen, aber Dreckswetter und allgemeine Überfüllung lassen uns umdenken. Und als wäre das nicht schon nervig genug, wird der Regen noch stärker. Am Auto bin ich nass bis auf die Haut, Kirsten hat ja ihre schöne neue Regenjacke. Der Frust sorgt für allgemeinen Missmut, bei Aldi müssen die Leute aufpassen, uns nicht in die Quere zu kommen. Beim Ergänzungseinkauf bei Sky hat sich die Stimmung schon ein wenig wieder aufgehellt. Eingekauft wird nicht nur für heute Abend, sondern auch für morgen, wenn wir mit Thomas und Denise in Dänemark grillen wollen.
Hoffen wir mal, dass dann das Wetter besser ist...der Wetterbericht verheißt erstmal nix gutes...
Dienstag, August 09, 2011
Sylt 2011, vierter Tag
Endlich ausschlafen. Heute nacht hatte es wieder durchgehend geregnet, morgens schien dann zeitweilig die Sonne. Gerade lang genug, um trocken Brötchen holen zu können. Deswegen können wir uns nach dem Frühstück auch bequem wieder ins Bett verziehen. Unseren nächsten "Termin" haben wir schließlich erst gegen 15 Uhr in List. Schon auf dem Weg dorthin sind die Straßen erschreckend voll, in List - wo normalerweise ausreichend Platz zum Parken ist - stehen die Urlauberautos nicht nur am Hafen, sondern bis in den Ort hinein.
Mit dem üblichen Glück erhaschen wir aber direkt am Hafen einen ordentlichen Stellplatz und können wenige Minuten später unseren Mini Cooper S in Empfang nehmen. Wir wollten primär eigentlich ein Cabrio fahren, aber das ist noch unterwegs. Deshalb jetzt den geschlossenen Cooper S - leider auch noch mit Automatik. Erster Eindruck: das Dach ist schon sehr weit nach vorne gezogen, Beinraum hinter meinem Sitz faktisch nicht vorhanden. Automatik schaltet zügig und der Anzug ist gewaltig, vor allem trotz Frontantrieb. Das Handling ist atemberaubend, dennoch ist der Fahrwerkskomfort beeindruckend. Selbst auf der Betonplattenpiste am Ellenbogen bleiben Wirbel und Zähne am angestammten Platz. Solange, ja, solange man nicht auf die verlockende "Sport"-Taste drückt...dann schärft der Mini Fahrwerk, Getriebe und Gas-Kennlinie spürbar und wird tendenziell etwas hoppelig. Fazit: Klasse Auto, aber handgerissen sollte er sein. Und das wollen wir jetzt am Cabrio unter Beweis stellen. Doch als wir nach einer Dreiviertelstunde den Cooper wieder abgeben und das Cabrio in Empfang nehmen wollen, regiert plötzlich Verwirrung unter den Promotion-Lakaien. Ende vom Lied: Fahrzeug wurde schon rausgegeben und auch der Diesel kommt in nächster Zeit nicht wieder.
Leicht angesäuert verlassen wir die Stätte dieses schmachvollen Tuns und wenden uns gen Westerland. Kirsten braucht immer noch eine regentaugliche Jacke (gefunden), ich will bei Camel stöbern (schon wieder ein Hemd gekauft - und das noch nach Ladenschluss) und wir beide wollen noch was essen. Nils und Steffi hatten uns Dixis Steak, Fisch und Pasta empfohlen. Erster Anlauf: voll. Halbe Stunde später haben wir dann doch einen Platz gekriegt. Von außen ist der Laden total unscheinbar und auch drinnen herrscht...ich nenne es mal: klassische Steakhausatmosphäre...aus Zeiten, als Steakhäuser noch was Neues waren. Aber das Essen dort ist über alle Zweifel erhaben. Ordentliche Portionen, sehr lecker und preislich voll in Ordnung. Den Ouzo danach haben wir uns allerdings erst zuhause gegönnt. Und draußen stürmt es wie im Herbst...
Montag, August 08, 2011
Sylt 2011, dritter Tag
Das Wetter gebärdet sich noch sehr angenehm, Sonne und viel Wind.
Es folgte ein Tag Sylt im Schnelldurchlauf: Von List aus nach Kampen, Whiskymeile durchfahren. Dann weiter über Munkmarsch nach Keitum. Dort Dorfspaziergang. Nächste Station: Westerland. Parken im Parkhaus, Fischbrötchen bei Gosch, Schuhe gucken bei Lüdecke, noch ein Fischbrötchen für Thomas, Meergucken von der Promenade, weiter in Richtung Café Wien, dort Wolkenbruch. Unterstellen bei Jack Wolfskin, Sonne wieder da, zurück zum Parkhaus und südwärts. Kurze Hafenrunde, Cappuccino in der Wohnung, verschnaufen, wieder los. List, nochmal Fisch bei Gosch, beide an der Fähre abgesetzt.
Da wir uns beim Fisch zurückgehalten haben, knurrt nun der Magen mit der Müdigkeit um die Wette. Der Bauch sagt: Sensai, also dort noch etwas thailändisch eingeworfen und ab zurück, mit einem Glas Apérol auf die Couch.
Und Donnerstag dann das Ganze seitenverkehrt…
Sonntag, August 07, 2011
Sylt 2011, zweiter Tag
Heute sind wir nicht nur zum obligatorischen Brunch im Strönholt - da es der erste Sonntag im Monat ist, gibt es auch noch Schnuppergolfen. Also, erst Lammbratwurst mit Kartoffelsalat/Kräuerrührei, Tomaten-Kokossuppe/Lachsfilet auf Sauerkraut und Wiener Schnitzel mit Möhrchen/Roastbeef mit Bratkartoffeln (dazu "normales" Brunchbuffet und etwas Prosecco), dann kleine Trainerstunde auf der Driving Range. Es geht sogar noch halbwegs.
Und schon wieder ein Auto gesehen, dass ich erst auf den zweiten Blick identifizieren konnte. Es dürfte ein Artega GT gewesen sein, aber so richtig kann ich das wohl erst sagen, wenn ich wieder ins Netz komme. Denn das ist unser nächstes Ärgernis: Seit heute morgen ist der UMTS-Empfang hier in Hörnum schon wieder höchst erratisch. Mal gar keine Datenverbindung, dann mal drei Balken 3G und für fünf Sekunden Netz, dann wieder weg. Auch draußen ist es nicht viel besser. Drecks-O2...vielleicht sollte ich doch mal auf eins der D-Netze umsteigen.
Unter diesen Umständen schwächelt der ohnehin ja ordentlich belastete iphone-Akku ganz mächtig. Ich darf morgen wahrscheinlich schon wieder aufladen.
Morgen heißt es sowieso früh aufstehen: Um kurz nach elf kommen Denise und Thomas mit der Fähre in List an.
Samstag, August 06, 2011
Sylt 2011, erster Tag
Die Insel hat uns wieder. Wir sind dieses Mal nur eine knappe statt der üblichen zwei Wochen da, aber das Auto war irgendwie voller denn je. Voller denn je war auch die Autobahn. gerade im Raum Rendsburg. Ich tippe darauf, dass die Steigung der Rader Hochbrücke alleinverantwortlich für den stockenden bis stillstehenden Verkehr war. Hohe Brücken scheinen auf unbedarfte Autofahrer ähnlich angsteinflößend zu wirken wie Tunnel.
Und auf der Insel geht's weiter mit voll. Voller Zug, volles Westerland, volle Straßen...und voll das schlechte Wetter. Schwülwarm mit dräuenden Wolken im Hintergrund.
Am Ortseingang Hörnum geben wir beim Anblick eines großen Schildes synchron die ungläubigen Worte "Park-leit-system!?" von uns...ja, es hat auch unser kleines beschauliches Dörfchen an der Südspitze erwischt. Big City Style mit den Parkflächen P1, P2 und P3. Wir sind bass erstaunt.
Dieses Wochenende ist Hafenfest...also der übliche Inselflohmarkt plus Musik (die man dank Ostwind auch hervorragend in der Wohnung hört). Mal eben drübergeschlendert, eine belgische Waffel mit Nutella verkostet (Urteil: Uff, aber lecker) und dann bei den ersten Tropfen von oben langsam den Heimweg angetreten. Kurz darauf brach der Himmel dann vollends auf, so dass wir schutzsuchend im Edeka-Markt einkehrten. Schließlich brauchten wir eh noch Klo- und Küchenrollen. Wir waren nun allerdings auch nicht die einzigen mit dieser Idee. Also allgemeines Schieben und Drücken.
Fürs Abendessen hatten wir mal wieder die Alte Bootshalle auserkoren. Doch schon auf dem Weg dahin waren wir kurz vorm Aufgeben. Bereits am Ortseingang von Rantum stauten sich die Autos. Alarmiert von Jans Schilderungen, wie weit die Schlange der Abreisewilligen werden kann (nämlich bis zum Ortsausgang Rantum), berechneten wir schon eifrig Ausweichkurse und Schleichwege. Letztendlich war für den stockenden Verkehr jedoch nur die Wildparkerei am Rantumer Feuerwehrfest verantwortlich.
Bis Kampen verlief dann die weitere Fahrt recht unauffällig, in Kampen jedoch verdreht ich mir dann fast den Hals, als ich versuchte, einen schnittigen Sportwagen zu identifizieren. Mittelmotor...ausgeprägte Kiemen...hm, könnte ein McLaren MP4-12C sein...Bingo!
In der Bootshalle haben wir dann erstmal eine Runde gedreht und nix gefunden. Also noch ein wenig bummeln, Postkarten kaufen und dann erneut versuchen. Und prompt was gefunden. Lecker Sommersalat mit Fischfilet und Knoblauchspaghetti mit Shrimps.
Zurück in der Wohnung dann erstmals die Personal-Hotspot-Funktion des iPhones ausprobiert...und was soll ich sagen? Works like a charm, wie der Italiener sagt. Jetzt können Kirsten und ich uns in der Wohnung über ICQ unterhalten...
Und auf der Insel geht's weiter mit voll. Voller Zug, volles Westerland, volle Straßen...und voll das schlechte Wetter. Schwülwarm mit dräuenden Wolken im Hintergrund.
Am Ortseingang Hörnum geben wir beim Anblick eines großen Schildes synchron die ungläubigen Worte "Park-leit-system!?" von uns...ja, es hat auch unser kleines beschauliches Dörfchen an der Südspitze erwischt. Big City Style mit den Parkflächen P1, P2 und P3. Wir sind bass erstaunt.
Dieses Wochenende ist Hafenfest...also der übliche Inselflohmarkt plus Musik (die man dank Ostwind auch hervorragend in der Wohnung hört). Mal eben drübergeschlendert, eine belgische Waffel mit Nutella verkostet (Urteil: Uff, aber lecker) und dann bei den ersten Tropfen von oben langsam den Heimweg angetreten. Kurz darauf brach der Himmel dann vollends auf, so dass wir schutzsuchend im Edeka-Markt einkehrten. Schließlich brauchten wir eh noch Klo- und Küchenrollen. Wir waren nun allerdings auch nicht die einzigen mit dieser Idee. Also allgemeines Schieben und Drücken.
Fürs Abendessen hatten wir mal wieder die Alte Bootshalle auserkoren. Doch schon auf dem Weg dahin waren wir kurz vorm Aufgeben. Bereits am Ortseingang von Rantum stauten sich die Autos. Alarmiert von Jans Schilderungen, wie weit die Schlange der Abreisewilligen werden kann (nämlich bis zum Ortsausgang Rantum), berechneten wir schon eifrig Ausweichkurse und Schleichwege. Letztendlich war für den stockenden Verkehr jedoch nur die Wildparkerei am Rantumer Feuerwehrfest verantwortlich.
Bis Kampen verlief dann die weitere Fahrt recht unauffällig, in Kampen jedoch verdreht ich mir dann fast den Hals, als ich versuchte, einen schnittigen Sportwagen zu identifizieren. Mittelmotor...ausgeprägte Kiemen...hm, könnte ein McLaren MP4-12C sein...Bingo!
In der Bootshalle haben wir dann erstmal eine Runde gedreht und nix gefunden. Also noch ein wenig bummeln, Postkarten kaufen und dann erneut versuchen. Und prompt was gefunden. Lecker Sommersalat mit Fischfilet und Knoblauchspaghetti mit Shrimps.
Zurück in der Wohnung dann erstmals die Personal-Hotspot-Funktion des iPhones ausprobiert...und was soll ich sagen? Works like a charm, wie der Italiener sagt. Jetzt können Kirsten und ich uns in der Wohnung über ICQ unterhalten...
Samstag, Juni 11, 2011
Schweden 2011, achter Tag
So, nun geht es also zurück. Beim Frühstück im Hotel trauen sich unsere treuen Wolfsburger zum ersten Mal, uns anzusprechen. Sie haben in der Tat die gleiche Tour gebucht, nur dass sie aufgrund eines größeren Zeitpolsters auch komplette Unterlagen samt Tourvorschlägen zugeschickt bekommen haben. Macht nix, wir hatten auch so unseren Spaß. Unsere Erzählungen von der Älg-Safari reizen sie auch so weit, dass sie heute noch einen Abstecher nach markaryd machen wollen. Klar, die sind flexibel, denn sie haben den Weg per Öresundbrücke genommen.
Wir müssen dagegen sehen, dass wir pünktlich am Hafen in Malmö sind. Lediglich im kleinen alten Universitätsstädtchen Lund gönnen wir uns eine Stunde, den prachtvollen Dom in Augenschein zu nehmen. Vorbildlich auch hier wieder die Freundlichkeit der Menschen. Kaum stolpern wir ziellos aus dem Parkhaus, werden wir auch schon gefragt, ob man uns helfen könne und im Anschluss führt uns der nette Mitbürger direkt zum Dom. Der ewige Misanthrop in mir wartet vergeblich darauf, dass der ältere Herr danach ein Trinkgeld verlangt.
Perfekt im Zeitrahmen liegend, nehmen wir auch noch die letzten paar Kilometer nach Malmö in Angriff. Der Hafen ist vorbildich ausgeschildert, im Terminal wird unsere Nervenstärke indes erneut auf die Probe gestellt. "Sie haben das Geld für die Fähre noch nicht überwiesen", erläutert uns der Schalterangestellte in stark finnisch eingefärbtem Deutsch. Das Herz rutscht kurz eine Etage tiefer, dann kann aber Kirstens sicherheitshalber ausgedruckte Überweisungsbestätigung auch diese Zweifel aus dem Weg räumen.
Umständlich müssen wir nun an der Einfahrt noch eine PIN eingeben, damit wir ungefähr 50 m weiter in praller Sonne (und ohne sanitäre Anlagen) anderthalb Stunden in Ratlosigkeit verharren dürfen, während auf der anderen Seite des Sicherheistzaunes LKW um LKW in den Bauch des Schiffes rollt. Gemeinsam mit uns sind noch etwas zehn andere Autobesatzungen ratlos.
Ganze 30 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt des Schiffes erbarmt man sich unser und öffnet das Tor. Zehn Minuten später sitzen wir mit Pommes und Lachs im Bordrestaurant und verdrücken unser "Abendessen" um 12.55 Uhr, weil das eigentliche Abendessen eine Stunde vor Ankunft in Travemünde nur noch aus einem Sparfrühstück bestehen soll.
Danach rauf aufs Deck, Bilder von der grandiosen Öresundbrücke machen (über die wir ansonsten hätten fahren können) und dann im Windschatten gemütlich auf eine Bank fläzen und die knapp zehn Stunden Fahrt angehen. Nach zwei Stunden wird es ein wenig frisch, die Bücher sind ausgelesen und wirklich viel passiert um uns herum irgendwie nicht. Man sieht nur, wie der Schwefelschweif aus dem Schlot bis zum Horizont schmutziggrau am Himmel klebenbleibt, während auf dem bis auf zwei einsame Autos verwaisten Achterdeck ein Hilfsarbeiter den Dreck von Jahren mittels eines Schlauches neu anfeuchtet.
Drinnen ist es zwar nicht so zugig, ansonsten aber nicht viel besser. In der Aufenthalts"lounge" plärrt ein Fernseher monoton sein schwedisches Fernsehprogramm vor sich hin, ungewaschene Trucker bewegen sich in einer Wolke kalten Schweißgeruches matt vom Tresen über die Spielautomaten zur Raucherecke und zurück und ein Haufen russischsprechender Schmerbäuche - die sich später wider Erwarten nicht als Fernfahrer entpuppen - lenzt eine um die andere Heinekenflasche. Ebensowenig Abwechslung bieten die ausliegenden Tageszeitungen, die man nach ein paar Stunden auswendig kennt oder die sanitären Anlagen, die aus einer komplett gesperten Herrentoilette und einer Damentoilette mit zwei benutzbaren Schüsseln besteht.
Als Highlight gönnt man sich nun einmal in der Stunde eine Dose Cola, ein paar Kekse und einen Gang an Deck, um frische Luft zu tanken. Ein wenig Besserung gibt es knapp drei Stunden vor Ankunft, als das Schiff in den Wirkunsgbereich deutscher Mobilfunksender eintaucht. Endlich wieder Internet!
Ich tobe mich dann noch mit der Kamera am Sonnenuntergang aus. Und irgendwann läuft das Schiff tatsächlich in Travemünde ein. Wir sind natürlich wieder die letzten, die in einer Schlange aus LKWs und Autos vom Schiff rollen, aber das ist uns letztendlich auch egal.
Zuhause fallen wir nur noch ermattet ins eigene Bett. Schweden - definitiv wieder!
Wir müssen dagegen sehen, dass wir pünktlich am Hafen in Malmö sind. Lediglich im kleinen alten Universitätsstädtchen Lund gönnen wir uns eine Stunde, den prachtvollen Dom in Augenschein zu nehmen. Vorbildlich auch hier wieder die Freundlichkeit der Menschen. Kaum stolpern wir ziellos aus dem Parkhaus, werden wir auch schon gefragt, ob man uns helfen könne und im Anschluss führt uns der nette Mitbürger direkt zum Dom. Der ewige Misanthrop in mir wartet vergeblich darauf, dass der ältere Herr danach ein Trinkgeld verlangt.
Perfekt im Zeitrahmen liegend, nehmen wir auch noch die letzten paar Kilometer nach Malmö in Angriff. Der Hafen ist vorbildich ausgeschildert, im Terminal wird unsere Nervenstärke indes erneut auf die Probe gestellt. "Sie haben das Geld für die Fähre noch nicht überwiesen", erläutert uns der Schalterangestellte in stark finnisch eingefärbtem Deutsch. Das Herz rutscht kurz eine Etage tiefer, dann kann aber Kirstens sicherheitshalber ausgedruckte Überweisungsbestätigung auch diese Zweifel aus dem Weg räumen.
Umständlich müssen wir nun an der Einfahrt noch eine PIN eingeben, damit wir ungefähr 50 m weiter in praller Sonne (und ohne sanitäre Anlagen) anderthalb Stunden in Ratlosigkeit verharren dürfen, während auf der anderen Seite des Sicherheistzaunes LKW um LKW in den Bauch des Schiffes rollt. Gemeinsam mit uns sind noch etwas zehn andere Autobesatzungen ratlos.
Ganze 30 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt des Schiffes erbarmt man sich unser und öffnet das Tor. Zehn Minuten später sitzen wir mit Pommes und Lachs im Bordrestaurant und verdrücken unser "Abendessen" um 12.55 Uhr, weil das eigentliche Abendessen eine Stunde vor Ankunft in Travemünde nur noch aus einem Sparfrühstück bestehen soll.
Danach rauf aufs Deck, Bilder von der grandiosen Öresundbrücke machen (über die wir ansonsten hätten fahren können) und dann im Windschatten gemütlich auf eine Bank fläzen und die knapp zehn Stunden Fahrt angehen. Nach zwei Stunden wird es ein wenig frisch, die Bücher sind ausgelesen und wirklich viel passiert um uns herum irgendwie nicht. Man sieht nur, wie der Schwefelschweif aus dem Schlot bis zum Horizont schmutziggrau am Himmel klebenbleibt, während auf dem bis auf zwei einsame Autos verwaisten Achterdeck ein Hilfsarbeiter den Dreck von Jahren mittels eines Schlauches neu anfeuchtet.
Drinnen ist es zwar nicht so zugig, ansonsten aber nicht viel besser. In der Aufenthalts"lounge" plärrt ein Fernseher monoton sein schwedisches Fernsehprogramm vor sich hin, ungewaschene Trucker bewegen sich in einer Wolke kalten Schweißgeruches matt vom Tresen über die Spielautomaten zur Raucherecke und zurück und ein Haufen russischsprechender Schmerbäuche - die sich später wider Erwarten nicht als Fernfahrer entpuppen - lenzt eine um die andere Heinekenflasche. Ebensowenig Abwechslung bieten die ausliegenden Tageszeitungen, die man nach ein paar Stunden auswendig kennt oder die sanitären Anlagen, die aus einer komplett gesperten Herrentoilette und einer Damentoilette mit zwei benutzbaren Schüsseln besteht.
Als Highlight gönnt man sich nun einmal in der Stunde eine Dose Cola, ein paar Kekse und einen Gang an Deck, um frische Luft zu tanken. Ein wenig Besserung gibt es knapp drei Stunden vor Ankunft, als das Schiff in den Wirkunsgbereich deutscher Mobilfunksender eintaucht. Endlich wieder Internet!
Ich tobe mich dann noch mit der Kamera am Sonnenuntergang aus. Und irgendwann läuft das Schiff tatsächlich in Travemünde ein. Wir sind natürlich wieder die letzten, die in einer Schlange aus LKWs und Autos vom Schiff rollen, aber das ist uns letztendlich auch egal.
Zuhause fallen wir nur noch ermattet ins eigene Bett. Schweden - definitiv wieder!
Freitag, Juni 10, 2011
Schweden 2011, siebter Tag
Wäääh, der letzte volle Tag liegt hinter uns, morgen soll es schon wieder heimwärts gehen. Das Frühstück im Magen machen wir uns aus Linköping auf den Weg nach Kristianstad ganz im Süden. Das Navi verheißt über 300 km Distanz, der graue Himmel nichts Gutes. Und so zieht es sich dahin, Kilometer um Kilometer. Die einzige Abwechslung ist die hirnrissige Datenbasis des Becker, das einen brav alle 20 km auffordert, den linken oder rechten Spuren zu folgen und der E4 weiter zu folgen. Obwohl es eigentlich immer geradeaus geht, obwohl gar keine Abzweigungen vorhanden sind.
Als wir dann mit dem Vättern den zweitgrößten See Schwedens und die einzige Attraktion der bisherigen Tagesstrecke passieren, regnet es aus Eimern. Man kann erahnen, dass da was ist, aber das ist es dann auch.
Eine Stunde später kommt ein "Älgpark" in Sicht, der (auf Deutsch)"lebende zahme Elche" anpreist. Nun ja, alle anderen Kombinationen wären auch irgendwie sinnfrei.
Elche im normalen Gehege sind langweilig, also erinnern wir uns des Eintrages im
Reiseführer, demzufolge es hier irgendwo einen Park mit "Älg-Safari" geben soll.
Eine weiter halbe Stunde Fahrt später (sogar in Reiserichtung) sind wir in einem netten kleinen Elchpark, der einen auf 3 km verschlungener Wege an Elche (und ein paar amerikanische Bisons) heranfahren lässt. Und im Gegensatz zum Wildpark zeigen sich hier auch die Viecher. Eigentlich zu sehr, denn schon der erste Elch, der in unsere Nähe kommt, knabbert den Hochzeitswimpel von Yvonnes und Tobys Hochzeit ab...
Daneben gibt es auch jede Menge flauschiger, kleiner Nachwuchselche zu sehen. Und im zugehörigen Café verspeisen wir noch eine knusper-cremige Waffel mit Eis. Hier stimmt irgendwie alles: nette Leute, schönes Wetter, rote Häuser. Wir wollen eigentlich gar nicht mehr aufstehen, so entspannend ist es hier.
Letztendlich müssen wir dann doch weiter, unsere letzte Station Kristianstad ruft. Es ist schon später Nachmittag, als wir hier einlaufen, auch hier wird noch eifrig das Abitur gefeiert. Alles aufs Zimmer, ein kleiner Spaziergang durch die Stadt und in das angrenzende Biosphärenreservat und dann knurrt der Magen. Wir steigen noch mal ins Auto, shoppen uns durch einen Supermarkt (die letzten Mitbringsel eintüten) und landen dann bei Pizza in einem italienischen Restaurant. Den abschließenden Kaffee können wir uns in der Hotel-Lobby zapfen, noch ein Schluck Wein und der Tag ist im Kasten.
Als wir dann mit dem Vättern den zweitgrößten See Schwedens und die einzige Attraktion der bisherigen Tagesstrecke passieren, regnet es aus Eimern. Man kann erahnen, dass da was ist, aber das ist es dann auch.
Eine Stunde später kommt ein "Älgpark" in Sicht, der (auf Deutsch)"lebende zahme Elche" anpreist. Nun ja, alle anderen Kombinationen wären auch irgendwie sinnfrei.
Elche im normalen Gehege sind langweilig, also erinnern wir uns des Eintrages im
Reiseführer, demzufolge es hier irgendwo einen Park mit "Älg-Safari" geben soll.
Daneben gibt es auch jede Menge flauschiger, kleiner Nachwuchselche zu sehen. Und im zugehörigen Café verspeisen wir noch eine knusper-cremige Waffel mit Eis. Hier stimmt irgendwie alles: nette Leute, schönes Wetter, rote Häuser. Wir wollen eigentlich gar nicht mehr aufstehen, so entspannend ist es hier.
Donnerstag, Juni 09, 2011
Schweden 2011, sechster Tag
Es kommt nun das, wovor wir uns seit gestern abend gefürchtet haben: Wir müssen in der Kammer des Schreckens duschen. Und alles verläuft wie befürchtet. Die Schiebetür quietscht haarsträubend, der Duschkopf ist vollkommen verkalkt (bei dem Versuch, die Gumminupsies zu entkalken, bricht auch noch einer ab), die Wanne ist tödlich rutschig und eine Badefußmatte gibt es gar nicht erst.
Nichst wie raus aus dem Zimmer. Das Frühstück ist halbwegs versöhnlich (es gibt mal wieder keine Butter!) und das Wetter ist noch sehr angenehm.
Auf dem Weg nach Linköping machen wir einen kleinen Abstecher zum Schloss Gripsholm, welches Tucholsky (der übrigens dort im Ort auch begraben liegt) in seiner Erzählung unsterblich machte. Die Räume des Schlosses (das eigentlich eher eine Burg ist) sind hervorragend erhalten, es wimmelt nur so von barocken Textiltapeten, Möbelstücken und Gemälden - und überdies ist es im Schloss auch angenehm kühl. Draußen zieht nämlich langsam eine schwül-warme Gewitterfront heran, Schnell noch ein paar Fotos von außen und weiter gehts.
Auf der monotonen Strecke von Gripsholm nach Linköping jagt ein Schauer den nächsten, aber besser so als gar keine Abwechslung.
Linköping selbst ist auch nicht wirklich hübsch. Ziemliche Industriestadt (Saab Flugzeuge). Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir uns zu Fuß auf den Weg.
Erst die schöne Domkirche und dann soll es zum Gamla Linköping gehen, wo man in einer Art Freilichtmuseum das ganze Geraffel aufgebaut hat, was bei der Neugestaltung von linköping im Weg rumstand. Nach ein paar halbherzigen Metern drehen wir auf dem Absatz um und nehmen das Auto.
Gamla Linköping ist wirklich hübsch und pittoresk, es wirkt ein bißchen wie die Westernstadt im Hansapark. In einem kleinen Kaffee gönnen wir uns kreischsüße Konditoreiwaren: eine Kanelbulle (Zimtschnecke) und einen Chokladboll (so 'ne Art Rumkugel, nur fester).
Ermattet steuert der Tag auf den geplanten Höhepunkt zu: Nachdem wir kurz bei Biltema (wie ein Baumarkt, nur anders) meinen gesuchten Lampenhalter erstanden haben und uns in einer Mall auch noch mit Klamotten und Spielwaren eingedeckt haben., geht es zu Ikea, Abendessen. Eigentlich alles wie zuhause, aber viel Kleinkram ist deutlich günstiger. Ernüchterung bei den Hot-Dogs: Außer Senf und Ketchup gibt's nix zum Draufschmieren.
Mit letzter Kraft schleppen wir uns und eine Flasche Rotwein rauf ins Zimmer.
Nichst wie raus aus dem Zimmer. Das Frühstück ist halbwegs versöhnlich (es gibt mal wieder keine Butter!) und das Wetter ist noch sehr angenehm.
Auf der monotonen Strecke von Gripsholm nach Linköping jagt ein Schauer den nächsten, aber besser so als gar keine Abwechslung.
Linköping selbst ist auch nicht wirklich hübsch. Ziemliche Industriestadt (Saab Flugzeuge). Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir uns zu Fuß auf den Weg.
Gamla Linköping ist wirklich hübsch und pittoresk, es wirkt ein bißchen wie die Westernstadt im Hansapark. In einem kleinen Kaffee gönnen wir uns kreischsüße Konditoreiwaren: eine Kanelbulle (Zimtschnecke) und einen Chokladboll (so 'ne Art Rumkugel, nur fester).
Mit letzter Kraft schleppen wir uns und eine Flasche Rotwein rauf ins Zimmer.
Mittwoch, Juni 08, 2011
Schweden 2011, fünfter Tag
Dann wieder zurück zum Schloss...und prompt bei der Wachablösung fängt's wieder an zu schiffen. Ansonsten ist das kostümierte Paradieren nett anzusehen, wirkt aber für Menschen, die in einer parlamentarischen Demokratie aufgewachsen sind, bisweilen arg albern.
Auf dem Hotelparkplatz steht uns ein Wolfsburger Passat gegenüber, den wir schon mal in Malmö gesehen haben...ob die etwas auch dieselbe Tour...?
Unser Tagesziel Enköping entpuppt sich als das Neumünster Schwedens, eine Garnisonsstadt mit vielen grauen, depressiven Ecken. Zumindest sehen wir die, der Reiseführer schwärmt indes von grünen Parks en masse. Das Hotelzimmer fügt sich leider ins Bild ein. Bislang waren wir von First-Hotels restlos überzeugt, aber dieses Zimmer balgt sich mit dem "Clarion Collection" aus Oskarshamn um den letzten Platz unserer Bestenliste. Im Vergleich zu den anderen Zimmern seeehr einfach gehalten, das Bad ist eng, abgenutzt und wird zur Hälfte von einer Wanne eingenommen, dern Abfluss in den Bodenabfluss geht. Der Bodenabfluss ist aber weiterhin notwendig, da die Wanne nicht zur Wand hin verfugt ist...
Als wir temporär die Flucht ergreifen und uns was zu Essen suchen (großartiges Thai-Restaurant "Vita Elefanten"), steht vor dem Hotel auch schon der Wolfsburger Passat. Die haben wohl tatsächlich die gleiche Tour gebucht.
Etwas Positives hat diese Stadt doch tatsächlich noch: Die hier stationierten Soldaten stehen extrem auf amerikanisches Großblech. Es vergehen keine 5 Minuten, in denen nicht irgendwas Voluminöses unterm Hotelzimmer vorbeibrabbelt. Einer hatte sogar die stilechte Dukes-of-Hazzard-"Yankee Doodle"-Fanfare...
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