Dienstag, Juli 31, 2007

Sylt 07, zehnter Tag

Mal ganz was anderes: Wenn RTL II eine "Wir-machen-Euer-Haus-neu"-Soap, in der es um die Renovierung bei einer Familie mit einem geistig zurückgebliebenen Kind geht, mit dem Black-Eyed-Peas-Song "Let's get retarded" unterlegt, kann man das doch unsensibel nennen, oder?

Leuchtturm HörnumJuhuu, das gute Wetter schein endlich angekommen zu sein. Heute schien fast ausnahmslos die Sonne und der Wind von gestern ist auch abgeflaut. Hoffen wir mal, dass es auch morgen so bleibt, denn um 14:00 haben wir eine Probefahrt mit einem G-Cabrio anberaumt. Laut Aussage der Orga-Dame kommt noch jemand als Anstandswauwau mit, aber da kann ich mit leben (so dies denn nicht eh nur eine Abschreckungsaussage war).


Kirsten im GegenlichtBei der Gelegenheit haben wir uns dann auch gleich noch die sehr dezenten Sansibar-Sylt-Aufkleber geholt. Sowas gehört nun mal aufs Auto drauf.
Zum Spazierengehen haben wir dann nach Rantum verlegt, einmal durch den Hafen, über den Deich und dann auf die andere Straßen- und Inselseite, am Söl'ring Hof (Menü 175,- €) vorbei und noch mal auf die Düne mit Meerblick.
Abends stand dann aus pragmatischen Gründen eine Happy-Hour-Butterfahrt auf dem Programm. Dämlicherweise gab es ausgerechnet das anvisierte produkt nicht an Bord. Egal, war trotzdem lustig. Vor allem weil der Kommentar des Kapitäns über die Beschallungsanlage so herrlich unmotiviert klang.
"Tja, und hier sehen wir ... äh ... den Hafen von Hörnum, wo ja ... äh ... also ... *knack* ... der SB-Laden auf dem unteren Deck ist jetzt eröffnet ... *knack* die 4 bitte!!"

Montag, Juli 30, 2007

Sylt 07, neunter Tag

Heute keine Bilder. Hab beim Verlassen des Hauses die Kamera vergessen. War aber auch durchgehend grau, stürmisch und regnerisch.
Noch mal Shoppingbummel durch Westerland. In der Frierichstraße herrschte ien derartiger Wind, dass es teilweise den Leuten die Einkaufstüten weggerissen hat.
Mit Blick auf die stürmische See wollten wir dann im Luzifer noch Kaffee und Waffeln einnehmen. Nicht sehr glücklich. Zuerst stoße ich mir den Kopf an der Lampe überm dem Tisch. Dann vergißt die Bedienung das Eis auf meiner Waffel ("Ich dachte, Sie wollen nur Schokosauce."), verspricht aber, es sofort nachzuliefern. Dass ich im Gegensatz zu Kirsten nur eine Waffel bekomme, wundert mich schon nicht mehr. Nach einer angemessenen Wartezeit mache ich mich schließlich über meine erkaltende Waffel her, während die Bedienung Tische abräumt und Bestecke packt. Als ich beim letzten Happen bin, kommt endlich eine mickrige Eiskugel, die ich nun auch nicht mehr haben will. Auf der Rechnung erscheint tatsächlich auch nur eine halbe Waffel, dafür sollen wir den Kaffee voll bezahlen ("Kaffee zur Waffel bis 17:30 nur € 1,50"), wohl, weil es zum Zeitpunkt der Abrechnung 17:35 ist. Debatte, Bedienung zurück in die Küche ("Das darf ich nicht"), noch mal ewig warten, dann richtige Rechnung. Beim Aufstehen stoße ich mir natürlich noch mal den Kopf an der Lampe. Danke, es reicht.
Bei Lidl stellen wir fest, dass wir den Kartoffelstampfer vergessen haben. Also noch fix zu Famila, es ist mittlerweile kurz vor acht. Und wieder kommen wir nicht am Intellektuellengrabbeltisch mit den reduzierten Büchern vorbei. Angesichts der komischen Mischung auf dem Kassenlaufband guckt die Kassiererin schon etwas verdutzt: Hitler, Gulag und Spionageromane, insgesamt sechs Bücher plus ein Kartoffelstampfer und vier Packungen Molke. Alles, was man für einen interessanten Abend braucht...

Ach ja, Congstar...warum ist Telekommunikation jetzt so einfach wie Fastfood? Abgesehen von der allgemein negativen Konnotation von Fastfood habe ich dieses noch nie mit einem gewissen Schwierigkeitsgrad verbunden, weder einfach noch schwierig.

Sonntag, Juli 29, 2007

Sylt 07, achter Tag

Leuchtturm KampenUnd wieder ein Wechselwetter, alles zwischen Sonnenbad und Wolkenbruch. Sind nach erst nach Wenningstedt und da ein wenig über den Flohmarkt gebummelt und dann nach Kampen auf die Uwe-Düne. Sehr schöner Ausblick. Man kann mit bloßem Auge vom Hörnumer Leuchtturm bis zum Ellenbogen blicken.

Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich noch Kirschen kaufen und uns irgendwo ans Wasser setzen. Mangels Kirschen wurde es dann Wassermelone und Balkon. Aber auch schön.
Abends wollten wir dann zu Fisch-Fiete nach Keitum...
"Nee, tut mir leid, sind vollkommen ausgebucht. Liegt am schlechten Wetter..."

OK, dann Seepferdchen am Samoa...
"Nee, tut mir leid, sind vollkommen ausgebucht. Liegt am schlechten Wetter..."


Immer auf der HutEinfach auf gut Glück nach List gefahren, zweimal durch die alte Fischahlle gedrängelt und dann zufällig auf einen leeren Tisch gestoßen. Dank der Selbstbedienung mussten wir getrennt voneinander loslaufen und Essen bestellen. Mit dem Ergebnis, dass Kirstens Scholle dann irgendwie vergessen wurde. Als Ausgleich haben sie sie dann aber auch ausnahmsweise an den Tisch geliefert.
Autos heute: Bentley GTC, Flying Spur (mit schwarzen Felgen), Ferraris in allen Farben und Formen, jede Menge Wiesmann Roadster (und ein Coupé), ein ungetarnter VW Tiguan und (der Hingucker schlechthin) ein E23 320 in Bestzustand.

Samstag, Juli 28, 2007

Sylt 07, siebter Tag

Gret Palucca vor ListGestern gutes Wetter, also heute ... na? ... genau ... Schlechtwettertag. Allerdings noch taktisch so klug mit Sonnenschein kaschiert, dass wir uns vor die Tür gewagt haben. Ins Aquarium wollten wir nicht, weil da am Wochenende doch etwas viel los ist, also mal wider nach List. Backfischbrötchen, Postkarten und ein wenig das alberne Volk da beobachtet. Da gibt es alles: die Möchtegern-Victoria-Beckham mit Puck-die-Stubenfliege-Sonnenbrille, stilecht angetan mit Barbour-Steppweste, teuer aussehender Baseball-Cap und knallenger Moschino-Jeans. Gerne garniert mit verzogenen Gören und kläffender Dreckstöle. Im Bücherladen stand eine verhuschte Langzeitstudenting, die betont unauffällig den Schluss von Harry Potter VII nachlas und dabei so aussah, als ob dies der einziger Lichtblick ihres Tages sei.

Audi V8 LangversionWenigstens in Autosachen kann man sich auf die Insel verlassen. Ausbeute heute: M5 Touring, Audi S5, Ferrari 612 Scaglietti, Audi V8 Langversion (davon wurden in etwa so viele gebaut, wie gerade Cayenne auf der Insel rumfahren), Bentley Arnage und - irgendwie sehr erfrischend - ein Ferrari 348 spider.

Freitag, Juli 27, 2007

Sylt 07, sechster Tag

BuhneHeute war wieder ein "Gutes Wetter"-Tag, zumindest teilweise. Es stürmte zwar tierisch, aber ab und zu kam auch die Sonne raus. Konnten uns aber lange nicht entscheiden, wo wir denn mal einen ausgedehnten Spaziergang machen sollten. Sind dann vorsichtshalber erstmal nordwärts gefahren, auch um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Mussten feststellen, dass der Wandmaker-Markt im Zuge der Konzernverschlankung zum Sky-Shopping-Center mutiert ist.

Kirsten im SandsturmHatten dann aber keine Lust mehr, noch nach List weiterzugurken und sind wieder nach Hörnum. Die Südspitze war mal wieder dran. Holla, was hat das geweht! Der Sand peitschte dermaßen in Bodenhöhe über den Strand, dass man glatt Geld für ein durchblutungsförderndes Peeling hätte verlangen können.

SturmUnd was wäre ein zünftiger Südspitzenmarsch ohne den richtigen Abschluss in der Strandperle. Die kommt übrigens der Abbruchkannte immer näher. Aber scheinbar haben Ole & Knut schon was für die Zukunft auf der Pfanne. Für heute blieb es bei Crêpes und Lumumba. Von der Düne kommt man nun auch nicht mehr über die große Treppe, sondern über eine serpentinenartige Rollstuhlauffahrt.

Kleine grüne MännchenUnd da, wo das grausige alte Kurhaus stand, wuseln in einer großen Baugrube lustige kleine grüne Männer mit gelben Helmen.
Noch ein paar Sachen für's Protokoll: Meine Brille, die ich seit unserer Reifenwechselei vermisse, ist in Krissis Kofferraum wieder aufgetaucht.
Der Automat im Touring ärgert mich zudem fortwährend, weil er sich beständig weigert, unterhalb 80 km/h in den 5. zu schalten und/oder den Wandler zu überbrücken. Wird wirklich mal Zeit für einen ATF-Wechsel.

Donnerstag, Juli 26, 2007

Sylt 07, fünfter Tag

Nö, einfach nix...heute schon wieder elendes Mistwetter. Tagesablauf hat sich heute auf einkaufen in Westerland beschränkt. Aber auf der Insel ist die Hölle los. Keine Ahnung, ob das am Surf-World-Cup liegt oder ob es an der Côte d'Azur oder auf Ibiza zu heiß ist. Auf jeden Fall sind Mengen an hochnäsigen Affen mit zum Teil unwahrscheinlich teuren Autos unterwegs.
Man muss vielleicht noch anmerken, dass wir auch noch im Dämlichen Bettenlager waren, um den Stuhl zu ersetzen, den ich auf dem Balkon "zersessen" habe. Außerdem wollte ich mich auch noch ein wenig nach Matratzen umschauen, da die neuen Lattenroste hier absolut grausam zur Wirbelsäule sind. Ich habe meinen schon um 180 Grad gedreht, aber nach zwei Nächten war der Schmerz wieder da.

Mittwoch, Juli 25, 2007

Sylt 07, vierter Tag

Kirsten in KeitumNa, das war doch schon eher was. Sonnenschein den ganzen Tag über. Und wir waren auch den ganzen Tag unterwegs. Nach dem Frühstück zum Shoppen nach Westerland...doof nur, dass das heruntergesetzte Hemd von O'Neill dann doch "ein wenig" zu klein war. Der Strand an der Promenade war brechend voll, trotz der kühlen 19 Grad Lufttemperatur. Wenigstens war das Wasser auch 19 Grad warm.
Danach wollten wir eigentlich in die Kupferkanne in Kampen, aber auch gepackt voll. Zumindest bin ich mir ob der miesen Zufahrt jetzt ziemlich sicher, warum auf Sylt so viele teure Geländewagen rumgondeln.
Es hat dann auch noch geraume Zeit gebraucht, um aus dem Gewirr von Sackgassen und Einbahnstraßen wieder herauszukommen.

Keitumer WattKaffee gab es dann erst in der "alten Backstube" in List. Hinterher noch ein wenig durch Keitum und am Watt entlang spaziert und abends zum Abschluss in Westerland ins Kino.

"Harry Potter und der Orden des Phönix"...nett gemacht, gut besetzt, wirkte aber seltsam gequetscht und hektisch. Kein Wunder, wenn man ein Buch mit ungefähr 800 Seiten in (zugegeben auch nicht knappe) 138 Minuten pressen muss. In Folge müssen Charaktere ohne Einführung oder Entwicklung auskommen, komplette Handlungsstränge des Buches werden komplett gestrichen. Dennoch gibt es noch viele liebevolle Details, gute Darsteller (mal wieder herausragend: Alan Rickman) und auch schöne Effekte.
Sehr amüsant auch das Publikum um uns herum. Die dämlichen Laberbacken hinter uns diskutierten erst mal lang und breit über die Indiskretionen, die BILD über das Ende des siebten Bandes veröffentlicht hatten, nur um dann geballtes Unwissen damit zu beweisen, nach dem wirklich undezenten Transformers-Trailer zu fragen: "Welcher Film war das jetzt?" Dagegen beschäftigte sich die bedenkentragende Dame neben uns damit, sich während des Filmnes ständig die Ohren zuzuhalten, weil der Ton für ihren Geschmack viel zu laut war (ich fand ihn nur zu laut).

Dienstag, Juli 24, 2007

Sylt 07, dritter Tag

EllenbogenRegen, nichts als Regen. Einzig aufregender Moment war heute Nacht, 3:45, als ich, vom Pladdern geweckt, kurzfristig entschloss, doch das Schiebedach des Tourings zu schließen. Also schnell die Schlappen und den Hut übergestülpt und raus. Sitz war schon nass...

Zum Ausgleich noch ein schönes Bildchen von gestern.

Montag, Juli 23, 2007

Sylt 07, zweiter Tag

So, wir sind wieder auf der Insel. Zugegebenerweise sind wir vorgestern schon angereist (gilt nicht) und gestern (also erster Tag) kam ich nicht ins Netz, weil der Versatel-Zugang sich irgendwie sperrte.

Anreise war natürlich wieder später als eigentlich geplant, weil wir a) noch in Niendorf ein paar Sachen aus dem alten Auto holen wollten, b) dann noch schnell bei Heike vorbeigucken mussten und ich dann c) festgestellt habe, dass der Wohnungsschlüssel noch in meiner Motorradhose steckte, die wiederum noch im Wohnzimmer lag. Den unvermeidlichen Stau auf der A7 haben wir via Kiel umschifft...da hätte man ja doch noch bei Ikea frühstücken können (gesetzt dem Falle, wir wären tatsächlich pünktlich losgekommen)

ÜberfahrtAn dem Porsche auf dem Bild hatten wir länger Spaß. Es ging los, als die beiden Affen schon in der Schlange vor dem Autozug nicht vernünftig aufschließen konnten und dann auch nach Ermahnung durch den Lademeister unbedingt das Verdeck offenlassen mussten, damit man die fortgesetzte Freisprechtelefoniererei auch auf dem ganzen Zug mitbekommen konnte. Beim Abladen kamen sie auch nicht aus dem Quark, überholten dann aber geschwind die gesamte Karawane rechts, um dann festzustellen, dass sie an der Kreuzung doch rechts abbiegen müssten. Fix reingedrängelt (oh, sogar bedankt) und in der Folge wieder alles aufgehalten. An der nächsten Kreuzung stellten die Kasper dann allerdings fest, dass sie doch in Richtung Norden müssten und haben prompt erneut den Verein eingebremst.

Die Anfahrt auf Hörnum barg einige Überraschungen.
Oh, guck mal, ein Baukran!
Oh, guck mal, noch einer...und noch einer...und da...

BaukräneIm Endeffekt stehen im kleinen Hörnum (934 Einwohner) jetzt sechs (!) Turm-Drehkräne, unter anderem da, wo mal (hallelujah!) das kreuzhäßliche Kurhaus stand. Auch die Kurverwaltung ist weg, der Tower des Seeflughafens etc.

Gestern hats fast durchgängig geregnet, da haben wir zum Einklang einfach mal nen ganz faulen Tag eingelegt. Also keine Bilder, keine Stories. Posten konnte ich sowieso nichts (siehe oben)

Heute List und das obligatorische Backfischbrötchen bei Gosch. Die Insel ist gerappelt voll, trotz des Wochentags sind bei der Sansibar beide Parkplätze überbelegt und auch in Kampen ist die Whiskymeile gefüllt. Aber relativ gemäßigt in der Autoauswahl. Einzige Rausreißer: ein TechArt Magnum und ein Ferrari 360 Modena Spider. Und eben so einer kam uns bei der Fahrt aus Kampen herus auch noch mal entgegen, aber mit ausgeräumter Auspuffanlage und lecker dosiertem Zwischengas beim Runterschalten *sabber*

Dienstag, Januar 02, 2007

Sylt 06, sechster Tag

Gestern zu faul gewesen, den Rechner noch raus zu kramen und große Reden zu schwingen. Bin schließlich einmal um die Südspitze gelaufen, bei Regen und Sturm. Ärgerlicherweise hatte ich den Akkustatus der Kamera unterschätzt, das Ding machte nach etwa zehn Aufnahmen die Grätsche. Hinzu kam noch die Gischt, die mir andauernd in die Linse spritzte und ebenfalls ein paar Bilder versaute. Ansonsten haben wir gestern einen seeeehr faulen Tag gemacht und nur noch die Reste vom Fondue vertilgt.

Und heute? Heute ging's mal wieder nach Westerland. Wir mussten Briefmarken besorgen (ist halt nicht jeder online), Kirsten brauchte ein paar neue Stiefel (hier auf der Insel gibt es interessanterweise jede Menge wohlfeile Angebote) und ich wollte im Camel-Shop nochmal nach den Kopfbedeckungen schauen


Camel passte mir dann aber doch nicht in den Kram. (Ich will hier aber auch nicht mit meinem Zorn gegen Camel anfangen...den Wandel von der praxisorientierten Camel-Collection zum lifestyligen Camel Active...aber nein, das gehört nicht hier hin). Dafür bin ich in List fündig geworden. Ja, ich bin jetzt stolzer Besitzer eines Hutes. Willkommen, große Welt! Ich hab da ja nun wirklich lange mit mir gerungen...


Auf dem Rückweg noch mal kurz angehalten und ein paar Fotos geschossen. Zur Anmerkung: als ich die letzten beiden Bilder gemacht habe, war es (bis auf das Mondlicht) schon dunkel...


Morgen reisen wir leider schon wieder ab, also wird es dann wahrscheinlich keinen Eintrag geben. Wie auch immer, es wird weitergehen im Roadblog. Bis zum nächsten Urlaub.

Sonntag, Dezember 31, 2006

Sylt 06, vierter Tag


Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Heute spaßeshalber erneut ins Gewühl gestürzt und nach List gefahren, wir brauchten ja noch Frischfisch für unser Silvester-Fondue. Zudem haben Kirsten und ich uns auch mal durch das ansehnliche Angebot an wärmenden Kopfbedeckungen probiert, aber irgendwie noch nicht das Wahre gefunden.

Ja, Gewühl. Es ist momentan einfach der Teufel los. In Kampen kommt es zu richtigen Staus, weil die ganzen Schickeria-Affen beim Schaulaufen den Verkehr aufhalten (der ja auf dem Weg nach List oder - gerade vom Schiff gekommen - nach Westerland hier durch muss). Die dürften sowieso gerade eine arge Identitätskrise zu bewältigen haben: Da investiert man hunderttausende von Euros in ein ein schniekes (und für den Verwendungszweck vollkommen überkandideltes) Gefährt und muss sich dann darüber ärgern, dass auf dem Parkplatz der gewählten Heiteitei-Society-Absteige mindestens noch drei weitere herumstehen. Die Rede ist vom Kampen-Golf, dem Porsche Cayenne. Ich habe ja schon gestern geschrieben, dass der Cayenne hier deutlich häufiger rumfährt als sein bürgerlicher Bruder Touareg, aber in Kampen grenzt die Situation schon ans Lächerliche. Fünf Minuten genügen und für das Abzählen reichen die Finger (und die Zehen) nicht mehr aus. Nachtrag zu gestern: der neue ML ist deutlich verbreiteter als angenommen...man muss die Cayenne-Situation eigentlich nur auf die gesamte Insel hochrechnen, dann stimmt die Quote auch dort.

Für die Autofreaks: Die Sichtungen nehmen rasant zu. Ein Alpina B12 5.0 (E32), ein Wiesmann Coupé(!), zwei neue Audi S6 (mit den wirklich coolen Tagfahrleuchtbalken), ein M6, ein sonderbarer M5 (E60) mit AC-Schnitzer-Aufkleber und "525i"-Schriftzug (und ganz pervers ekligen weißen Rückleuchten), ein Bentley Continental GTC (der so parkte, als gehöre der Parkplatz ihm alleine...hmm..wer weiß?) und tatsächlich drei VW T5 Multivan "Business" à ca. 120 k€


Und zum letzten Mal im alten Jahr und zu alten Preisen noch getankt...die Situation dort lässt sich treffend als "Hauen und Stechen" beschreiben...als hätte man nicht vorher schon tanken können *hüstel* *pfeif*


Ach ja, a propos Blockwart: hier haben doch schon wieder einige Arschloch-Eltern ihre Arschloch-Kinder nicht im Griff. Es pufft und knallt trotz rigorosen Feuerwerksverbotes* allerorten. *aufreg*


*für Nicht-Insulaner: wegen der zahlreichen Reetdachhäusern ist das Knallen und Böllern auf der ganzen Insel untersagt.

Samstag, Dezember 30, 2006

Sylt 06, dritter Tag


Nein, auch heute sind wir nicht zeitig aus den Federn gekommen - aber wen interessiert das schon. Nach einem weiteren kleinen Schub für die örtliche Wirtschaft (Einkaufen bei Douglas, Aldi und Wandmaker) haben wir uns noch auf den weiten und beschwerlichen Weg nach Keitum gemacht, um in "Nielsen's Kaffeegarten" noch ein wenig Kaffee und Kuchen zu vertilgen. Das Ganze mit Blick über das düster-graue Wattenmeer. Und schon fuhren wir wieder im Dunkeln nach Hause. Spannend, was?

Was hier auf der Insel dramatisch an Land gewinnt, ist Audis Q7. Das Auto, dass niemand braucht, ist drauf und dran, zumindest auf Sylt dem Touareg den Rang abzulaufen. Einer fährt sogar in einem absolut untragbaren Bordeaux-Rot herum. Schade eigentlich, denn, wie gestern gesehen, gibt es für den A8 ein sehr unaufdringlich-elegantes Ganz-dunkel-Rot. Naja, nicht mein Problem, sondern eher das der Käufer. Die sind hoffentlich heller als die junge Dame in dieser grauseligen Kitzbühel-High-Society-Reportage, die fest davon überzeugt war, ihr Hummer H2 wiege 4,5 Tonnen (Leergewicht liegt tatsächlich bei 2,9t)

Und noch einen mit Blick aufs Silvesterfest: das Foto nimmt Christophs Zustand morgen abend schon mal voraus.

Freitag, Dezember 29, 2006

Sylt 06, zweiter Tag


Ansatzweise schönes Wetter heute. Wir hatten den festen Vorsatz, heute früher aufzustehen und ein wenig durch Westerland zu bummeln. Im Endeffekt sind wir ganze 15 Minuten früher losgekommen als gestern. Wobei nicht unerheblich dazu beigetragen hat, dass ich vor dem Frühstück (wegen des leeren Magens) noch den Abfluss der Dusche noch von Haaren, Haaren und nochmals Haaren befreien musste (würg!). Diese schmierige schwarze Masse hat sich vermutlich während der letzten fünf Jahre angesammelt, seit ich das erste Mal diesne Abfluss gereinigt habe. Und das Gitter war immer noch sehr schwergängig...

Die Autosituation auf der Insel ist genauso, wie ich es mir gedacht habe: Auf einen Touareg kommen etwa fünf X3 und zehn Porsche Cayenne. Gewürzt wird das ganze mit einigen neuen Discos und zunehmend (war ja auch zu erwarten) neuen Mercedes ML(W164)

In Westerlands Fußgängerzone hat sich eine Menge getan. Alles neu, von den Steinplatten bis hin zur ausgiebigen Effektbeleuchtung mit LEDs. Ganz apart finde ich ja die Idee eines Tidenanzeigers in der Mitte der Friedrichstraße, der (natürlich mittels LEDs) den Gezeitenstand und die Tendenz (auf-/ablaufendes Wasser) anzeigt. All das wird noch mal nach Möglichkeit vernünftig fotografisch festgehalten, solange muss das Handy-Bild genügen

Donnerstag, Dezember 28, 2006

Sylt 06, erster Tag, Update

So, lecker Hamburger Pannfisch gefuttert...und mal wieder pappsatt...

Unser Tag heute bestand, um es mal ehrlich auszudrücken, mehr oder weniger nur aus schlafen und einkaufen. Aber im urlaub dürfte sowas ja gestattet sein. Nur dumm, dass ich den Einkauf gleich wieder sabotiert habe...schon beim Herausnehmen der leeren Klappbox aus dem Kofferraum machte die Box ihrem Namen alle Ehre - der Boden klappte haltlos heraus. Na ja, fix wieder eingeklipst und weiter geht's. Und beim Ausladen der vollen Kiste zuhause sagt Kirsten noch:
"Halt mal lieber den Boden fest!"
"Ach was, das hält"
*Fla-Datsch*
"OK, du hattest recht..."

Um es kurz zu machen: der Ketchup, zwei Flaschen Wein, eine Tüte Milch und eine Tüte Mehl haben es nicht überlebt und den Fußweg verziert. 1, 2, 3, große Sauerei...und morgen wird 'ne neue Klappbox geholt.

Den Hardware-Problemen meines Notebooks bin ich noch nicht auf die Schliche gekommen. Trotz der neuen Speicherbank, die der Weihnachtsmann unter den Baum gelegt hatte, zeigt die Systeminfo immer noch nur 256 MB an...Schietkrom!

Sylt 06, erster Tag

Ja, das hat nun wirklich lange gedauert. Seit über einem Jahr waren wir nicht mehr auf der Insel. Die längste "inselfreie" Zeit überhaupt.

Gestern Anreise. Ziemlich spät in Lübeck losgekommen, noch getankt (ein letztes Mal zu 16%-Konditionen), Auto gewaschen (dreckig in'n Urlaub - geht ja wohl nicht!) und schon wieder alles mit heißer Nadel gestrickt. Bei der Abfahrt von der Tankstelle zeigte Herr Becker eine ETA am Niebüller Verladebahnhof von 18:48 - Verladeschluss: 18:40! Und der nächste Zug ließe dann anderthalb Stunden auf sich warten...zum Glück ließ sich einiges noch rausholen, an der Kreuzung B5/Baderstraße Niebüll war die Ankunftszeit bereits auf 18:32 zusammengeschrumpft. Und so haben wir trotz erstmaligen Vorbeifahrens an der Einfahrt und längerer Palaverei mit dem Schalterfuzzi den Zug noch erreicht. Leider auch die Affen hinter uns...zuerst dachte ich noch: netter W126, aber die unsympathischen Jungschnösel verhielten sich gleich so laut und dämlich, dass sich das auch erledigt hatte.
Es ist furchtbar: im Urlaub entwickle ich schon besorgniserregende Blockwartmentalitäten...da nerven mich Leute, die nachts auf dem Autozug das Licht anlassen, Leute, die nicht ordentlich auf Parkplätzen stehen...eigentlich alles möglich....erschreckend...ich werde diese Entwicklung im Auge behalten müssen.

So, das Essen ruft...

Samstag, September 10, 2005

Sylt, dreizehnter (uah!) Tag



"Kommt alles weg!" So sieht's momentan in Hörnum aus. Aber so die Abrißaction war es nu nich. Nicht nur, dass man auf der zuschauerabgewandten Seite der Feuerwache angefangen hat, nein, nach der ersten Ecke wurde der Bagger auch wieder abgestellt. Laaangweilig! Haben uns dann ins Fischrestaurant abgeseilt.

Auch mit dem Schwimmen war es heute nicht so das Wahre. Wir erinnern uns: Das ablaufende Wasser zerrt einen nach draußen. Und was machte dann heute das auflaufende Wasser? Genau. Ich hab Sandkörner an Stellen wiedergefunden, für die man gemeinhin ein Anatomiebuch braucht...au! Ach ja, mit der Brille war ich heute nochmal bei Fielmann...scheint alles in Ordnung zu sein..kriege aber sicherheitshalber doch ein leicht abgewandeltes Glas. Vielleicht stolper' ich dann nicht mehr über den Kantstein, der ja scheinbar sooo weit weg liegt....

Freitag, September 09, 2005

Sylt, zwölfter Tag


Geschafft! Gestern waren wir endlich in der Nordsee. Von schwimmen oder baden kann man angesichts des Seeganges nicht sprechen. Bei teilweise zwei Meter hohen Wellen handelt es sich eher um...tja...paddeln...zappeln...wie auch immer. Salzig ists und wenn man nicht aufpasst, zieht es einen ganz schnell hinaus...naja...England ist nicht weit. Mal sehen, ob die Fotos mit der Unterwasserkamera was geworden sind.
In Westerland haben wir heute mal das Café Wien ausprobiert. Wieder keine Friesentorte. Das ersatzweise georderte Stück Marzipantorte wurde nicht nur auf die Seite gekippt, sondern auch noch lieblos auf den Tisch gepfeffert. Da konnte auch der (zugegeben sehr gute) "beste Kakao der Welt" nichts mehr retten.
Und dann soll noch mal jemand behaupten, das Unterhaltungsangebot in Westerland sei nicht einschläfernd...

Mittwoch, September 07, 2005

Sylt, zehnter Tag


Wenig Zeit gehabt, die letzten zwei Tage was zu schreiben. Schließlich mussten wir Montag ins Kino (Sin City), übrigens mit der neuen Brille....uah...schwummer...
Auch das Wetter war zwar gut, es herrscht aber immer noch Ostwind (also Quallen und kaltes Tiefenwasser), immer noch nix mit Baden gehen.
Auferbem hab if immer moch Fmupfem ump baf gehb mir lamfam aufm Geifb!
Diesntag haben wir uns mal wieder etwas weitergebildet und haben uns die Khersones endlich ansehen können. Nettes Konzept, die Schiffsführung von Kadetten machen zu lassen, aber zeitweise verstand keiner keinen. Und mein Russisch-Wortschatz besteht zur Hälfte aus Beleidigungen...
Dennoch interessant und beeindruckend...würde gerne mal mitsegeln...schwindelfrei sollte man bei 49 m Masthöhe aber schon sein.
Ärgerlich auch, dass der Abholdampfer, statt eine kurze Runde um den Ellenbogen zu drehen, einfach ne halbe Stunde längsseits lag...gähn.
Heute nacht war das Meer besonders gut zu hören...da hätte man aufmerken müssen...heute morgen hatten wir dann auch Westwind und es war den ganzen Tag schwül und dunstig.
Haben uns dann Keitum angesehen...hingen allerdings erstmal kilometerweise hinter ner Pferdekutsche fest...Nielsens Kaffeegarten war dann natürlich auch völlig überfüllt...zum Ausgleich hab ich wahrscheinlich Sylts dümmlichstes Ladenschild gefunden.
Ok,Planänderung, sind nach Hause gefahren und haben Crèpes gebacken. War lecker.

Sonntag, September 04, 2005

Sylt, siebter Tag


Schade, erste Woche schon vorbei...
Ein echter Urlaubstag. Sonnig-warm und fläzig-faul in List verbracht. Eis gegessen und überforderte Eltern mit verzogenen Kindern beobachtet. Immer wieder lustig, wie verzweifelt mancher Papa auf den Psychoterror der Kiddies hereinfällt, tröstet und Eis kauft. Nach dem Auslaufen der Piratenfahrt haben wir uns noch ein Backfischbrötchen reingepfiffen und uns um die Wette bekleckert
Igitt, direkt vor dem Balkon haben sich laute und unangenehme Rheinländer breitgemacht...

Samstag, September 03, 2005

Sylt, sechster Tag


Neue Location ausgekundschaftet: Alte Mühle in Munkmarsch. Lecker Kaffee und Kuchen mit Meerblick. Komisch nur, dass bei uns die Friesentorte aus war, während das blasierte Rentnerehepaar fünf Minuten später welche bekommen hat. Wir müssen also noch etwas versnobter rüberkommen.

A propos rüberkommen: die kommentare sollten jetzt auch ohne Registrierung möglich sein. Die Word Verification hab ich nur reingenommen, um den allgegenwärtigen Spam abzuwehren.

Die Tage der Pidder-Lüng-Kaserne in Hörnum sind übrigens gezählt. Ab nächsten Freitag wird abgerissen, um einer Naturgolfanlage Platz zu schaffen. Die ehemalige Hauptaktionärin von Wella hat sich in Hörnum verguckt und will nun hier golfen. Abriß wird mit Riesenparty gefeiert, werden wir uns ansehen.